Bank per KI-Agent buchen
Bankumsätze per KI-Agent buchen
Ihr KI-Agent kann Ihre Bankumsätze abrufen und daraus fertige Buchungssätze anlegen — gesteuert allein durch Ihre Anweisung in natürlicher Sprache. Er liest den Kontoauszug über das lesende Werkzeug list_bank_transactions und schreibt für jeden Umsatz eine Buchung über das schreibende Werkzeug create_journal_entry. Die Kontierung übernimmt dabei die eigene KI der Buchhaltung; Ihr Agent ordnet an, prüft und stößt an. Der Agent ist Ihr Werkzeug — er ist kein Teil unserer Software, sondern verbindet sich von außen über die REST-Schnittstelle oder den MCP-Server.
Was der KI-Agent mit Ihren Bankumsätzen tut
Zwei Werkzeuge tragen den Kern des Ablaufs: eines liest den Kontoauszug, eines schreibt die Buchung.
Kontoauszug lesen
Über list_bank_transactions ruft der Agent die importierten Bankumsätze eines Zeitraums ab — Datum, Betrag, Verwendungszweck und Gegenpartei. Das ist eines der zehn lesenden von insgesamt vierzehn MCP-Werkzeugen und verändert nichts an Ihren Daten.
Buchung anlegen
Für jeden zugeordneten Umsatz schreibt der Agent über create_journal_entry einen vollständigen Buchungssatz mit Soll und Haben. Das ist eines der vier schreibenden Werkzeuge und setzt einen Schlüssel mit write-Scope voraus.
Per Prompt orchestriert
Sie geben in natürlicher Sprache vor, welchen Zeitraum der Agent bearbeitet und wie streng er bei Zweifeln sein soll. Er ruft die Werkzeuge in der gewünschten Reihenfolge auf und meldet das Ergebnis zurück — ohne dass Sie eine Zeile Code schreiben.
Ein Schlüssel, eine Firma
Der Agent übergibt keine Firmen-Kennung. Das Unternehmen wird aus dem jab_live_-Schlüssel abgeleitet — ein Schlüssel gehört zu genau einer Gesellschaft. Für eine zweite Firma legen Sie einen zweiten Schlüssel an.
Wer kontiert — und wer nur orchestriert
Der wichtigste Unterschied zu einem selbst geschriebenen Buchungs-Skript: Die eigentliche Kontierungslogik steckt nicht in Ihrem Agenten. Die Buchhaltung bringt bereits eine eigene KI mit, die einen Bankumsatz anhand von Verwendungszweck, Betrag und Gegenpartei einem Konto zuordnet und — wo möglich — mit einem offenen Posten verknüpft. Ihr Agent muss also nicht selbst entscheiden, ob ein Zahlungseingang eine Kundenzahlung, eine Erstattung oder ein durchlaufender Posten ist.
Die Aufgabe Ihres Agenten ist die Orchestrierung: Er ruft den Kontoauszug ab, holt bei Bedarf ergänzende Daten wie offene Forderungen, offene Verbindlichkeiten oder den Kontenrahmen über weitere lesende Werkzeuge, setzt die vorgeschlagene Zuordnung in konkrete create_journal_entry-Aufrufe um und berichtet Ihnen, was gebucht wurde und wo er zögert. Sie behalten die Kontrolle über Zeitraum, Umfang und Sorgfaltsgrad, ohne die Buchungslogik selbst programmieren zu müssen.
Genau deshalb ist der Agent Ihr Werkzeug und kein Bestandteil unserer Software. Ob Sie Claude Code, Claude Desktop, einen Custom GPT, Cursor oder einen n8n-Ablauf einsetzen, bleibt Ihre Entscheidung — die Schnittstelle ist für jede Anbindung dieselbe, und Ihr write-Schlüssel bleibt in Ihrer Umgebung.
Vom Kontoauszug zur Buchung: der Ablauf per Prompt
Ein einziger Prompt genügt, um den kompletten Ablauf anzustoßen. Formulieren Sie ihn so vorsichtig, wie es Ihre Sorgfaltspflicht verlangt — mit der ausdrücklichen Regel, unklare Umsätze lieber nicht zu buchen.
# Beispiel-Prompt an Ihren verbundenen KI-Agenten: Rufe die Bankumsätze für Juni 2025 ab (list_bank_transactions). Ordne jedem Umsatz das vorgeschlagene Gegenkonto zu und lege dafür eine Buchung an (create_journal_entry), Soll = Haben, mit Datum und Verwendungszweck als Beleghinweis. Umsätze, die du keinem Beleg eindeutig zuordnen kannst, buchst du NICHT — liste sie am Ende separat zur manuellen Klärung auf.
Skonto, Teilzahlung, Sammelüberweisung — was der Agent abgleicht
- Kundenzahlungen: Der Agent gleicht eingehende Beträge mit offenen Forderungen ab und schlägt die Ausbuchung des passenden offenen Postens vor — Grundlage sind Betrag, Verwendungszweck und Gegenpartei aus dem Umsatz.
- Lieferantenzahlungen: Ausgehende Beträge führt er gegen offene Verbindlichkeiten; einen Skontoabzug kann er als eigene Zeile im Buchungssatz vorsehen, sodass Zahlbetrag und Skonto sauber getrennt bleiben.
- Teilzahlungen und Sammelposten: Passt ein Umsatz nicht eindeutig zu einem Beleg, weisen Sie den Agenten per Prompt an, ihn zur manuellen Klärung zu markieren statt zu raten — eine Sammelüberweisung ohne aufgeschlüsselten Verwendungszweck bucht er dann nicht blind.
- Wiederkehrende Umsätze: Miete, Beiträge oder Daueraufträge lassen sich regelbasiert derselben Kontierung zuordnen — der Agent wendet Ihre Vorgabe auf den ganzen Zeitraum an.
GoBD und Sicherheit bleiben erzwungen
- Soll = Haben: Jede Buchung über create_journal_entry muss ausgeglichen sein; unausgeglichene Sätze weist die Schnittstelle ab — unabhängig davon, welcher Agent sie schickt.
- Append-only und Festschreibung: Ein einmal festgeschriebener Satz wird nie gelöscht. Eine Korrektur läuft ausschließlich über einen Storno und eine saubere Neubuchung.
- Scope-Trennung: Der write-Scope ist Voraussetzung fürs Buchen. Ein reiner read-Schlüssel kann Bankumsätze lesen, aber niemals schreiben — ideal, um einen Agenten zunächst nur beobachten zu lassen.
- Feste Endpunkt-Liste: Der Agent kann keine beliebigen Datenbankbefehle absetzen, sondern nur die vierzehn definierten Werkzeuge aufrufen. Alles läuft durch denselben Buchungskern wie die manuelle Erfassung im Programm.
Häufige Fragen
Kontiert mein Agent die Bankumsätze selbst?
Nein, die Kontierung übernimmt die KI der Buchhaltung. Ihr Agent ruft die Umsätze über list_bank_transactions ab, nutzt die vorgeschlagene Zuordnung und legt daraus mit create_journal_entry die Buchungen an. Er orchestriert den Ablauf, statt die Fachlogik selbst zu enthalten — die Entscheidung, ob ein Umsatz auf Wareneingang, Miete oder eine Kundenzahlung gehört, trifft die Buchhaltung.
Welche MCP-Werkzeuge braucht der Agent zum Bankbuchen?
Mindestens zwei: das lesende list_bank_transactions und das schreibende create_journal_entry. Insgesamt stehen vierzehn Werkzeuge bereit — zehn lesende und vier schreibende. Für den Abgleich zieht der Agent oft zusätzlich lesende Werkzeuge für offene Posten und den Kontenrahmen heran. Zum Buchen benötigt der Schlüssel den write-Scope.
Was passiert mit Bankumsätzen, die der Agent keinem Beleg zuordnen kann?
Sie legen die Sorgfaltsregel selbst im Prompt fest. Bewährt hat sich die Anweisung, unklare Umsätze — etwa eine Sammelüberweisung ohne aufgeschlüsselten Verwendungszweck oder eine Teilzahlung — bewusst NICHT zu buchen, sondern am Ende separat aufzulisten. Der Agent bucht dann nur die eindeutigen Fälle und übergibt die Zweifelsfälle zur manuellen Klärung an Sie.
Wie korrigiere ich eine falsche Bankbuchung?
Gelöscht wird nie. Nach der Festschreibung stornieren Sie den fehlerhaften Satz und buchen sauber neu. So bleibt die append-only, GoBD-konforme Belegkette lückenlos nachvollziehbar — unabhängig davon, ob die Buchung aus dem Programm oder über den Agenten kam.
Kann der Agent aus den Bankbuchungen gleich die E-Bilanz oder den Jahresabschluss erstellen?
Nein. Die Schnittstelle deckt ausschließlich die Buchhaltung ab — Umsätze lesen und Buchungen anlegen. Sie bereiten damit die Zahlen vor; die E-Bilanz, den Jahresabschluss und die Steuererklärung erzeugen und übermitteln Sie später im Programm, nicht über die API.
Wie verbinde ich meinen Agenten fürs Bankbuchen — brauche ich ein npm-Paket?
Nein, ein npm-Paket brauchen Sie nicht: @jahresabschluss/buchhaltung-mcp ist noch nicht veröffentlicht. Der verlässliche Weg ist derzeit der gehostete MCP-Server, den Sie per URL und jab_live_-Schlüssel in Ihrem Agenten — etwa Claude Desktop, einem Custom GPT oder n8n — hinterlegen. Wer lieber ohne MCP arbeitet, spricht dieselben Endpunkte direkt als REST-API per curl an.