Treasury · Mindestbestand

Mindestliquidität definieren und automatisch überwachen

Jeder Betrieb hat eine Grenze, unter die seine Liquidität nicht fallen sollte — für Löhne, Steuern und Unvorhergesehenes. Das Treasury-Modul macht diese Grenze zur überwachten Kennzahl: Sie legen den Mindestbestand fest, die Software prüft ihn laufend und warnt Sie rechtzeitig.

Warum ein Mindestbestand statt der Nulllinie

Wer seine Liquidität nur gegen null misst, plant zu knapp. Zwischen dem letzten Euro und dem sicheren Betrieb liegt eine Reserve, die man braucht, um handlungsfähig zu bleiben: für Gehälter, Umsatzsteuer, kurzfristige Reparaturen. Genau diese Reserve ist der Mindestbestand.

Im Treasury-Modul legen Sie den Mindestbestand je Gesellschaft fest. Er ist die Sicherheitsschwelle, gegen die alle Vorschauen gemessen werden. So warnt Sie das Modul nicht erst, wenn das Konto leer ist, sondern schon, wenn Ihre Komfortzone verlassen wird.

Zwei Stufen der Überwachung

Das Modul unterscheidet zwischen einer drohenden und einer bereits eingetretenen Unterschreitung — mit jeweils passender Meldung.

Prognostizierte Unterschreitung

Zeigt die wöchentliche Vorschau, dass der Saldo künftig unter den Mindestbestand fällt, erscheint eine In-App-Warnung. Sie sehen den Tiefpunkt-Saldo und die betroffene Kalenderwoche und haben Vorlauf zum Gegensteuern.

Tatsächliche Unterschreitung

Fällt der Ist-Bestand unter den Mindestbestand, geht zusätzlich ein täglicher E-Mail-Alert raus — gebündelt auf höchstens einmal pro Woche, damit die Meldung nicht zur Gewohnheit wird und im Rauschen untergeht.

Je Gesellschaft getrennt

Jede Gesellschaft hat ihren eigenen Mindestbestand und ihre eigene Überwachung. So passt die Schwelle zur tatsächlichen Größe und zum Risikoprofil des jeweiligen Betriebs.

Alerts, die nicht nerven

  • In-App-Warnung für die vorausschauende Sicht — sichtbar, wenn Sie in der Software arbeiten.
  • E-Mail-Alert für die eingetretene Unterschreitung — er erreicht Sie auch, wenn Sie gerade nicht hinschauen.
  • Bündelung auf höchstens einen Alert pro Woche schützt vor Alarm-Müdigkeit.
  • Der kurze deutsche KI-Kommentar ordnet die Lage ein und erfindet dabei keine Zahlen.

Den Mindestbestand richtig ansetzen

Wie hoch der Mindestbestand sein sollte, hängt von Ihren Fixkosten und Ihrem Zahlungsrhythmus ab. Als Orientierung dient oft ein Vielfaches der monatlichen Fixkosten oder der Betrag, der die nächste Lohn- und Steuerzahlung sicher deckt. Die Cashflow-Analyse über 6, 12 oder 24 Monate hilft, diese Größe abzuschätzen.

Weil der Mindestbestand jederzeit anpassbar ist, können Sie ihn mit wachsender Erfahrung nachschärfen — etwa saisonal anheben, wenn regelmäßig hohe Auszahlungen anstehen, und in ruhigeren Phasen wieder absenken. So bleibt die Schwelle realistisch und löst weder Fehlalarme noch trügerische Sicherheit aus.

Verfügbare Liquidität einbeziehen

Der Mindestbestand bezieht sich auf Ihren Cash. Ergänzend zeigt das Modul die verfügbare Liquidität aus Cash plus freien Kreditlinien — so erkennen Sie, ob eine drohende Unterschreitung durch freie Linien abgefedert ist oder tatsächlich kritisch wird.

Das Treasury-Modul kostet 150 Euro pro Monat je Arbeitsbereich, alle Gesellschaften inklusive, ist monatlich kündbar, in der Beta und läuft DSGVO-konform auf Servern in Deutschland. Es arbeitet read-only und führt keine Zahlungen aus.

Häufige Fragen

Wie lege ich einen Mindestbestand fest?

Sie hinterlegen den Mindestbestand je Gesellschaft als festen Euro-Betrag. Er ist die Schwelle, gegen die das Modul sowohl die Vorschau als auch den Ist-Bestand misst. Der Wert lässt sich jederzeit anpassen, etwa für saisonale Schwankungen.

Wann bekomme ich eine E-Mail?

Der E-Mail-Alert wird versendet, wenn der tatsächliche Bestand unter den Mindestbestand fällt. Er wird täglich geprüft, aber auf höchstens einen Alert pro Woche gebündelt, damit die Meldung ihre Signalwirkung behält.

Was ist der Unterschied zur In-App-Warnung?

Die In-App-Warnung erscheint bereits, wenn die Vorschau eine künftige Unterschreitung prognostiziert — sie ist vorausschauend. Der E-Mail-Alert betrifft die tatsächlich eingetretene Unterschreitung und erreicht Sie auch außerhalb der Software.

Kann ich pro Gesellschaft eine andere Schwelle setzen?

Ja. Jede Gesellschaft hat ihren eigenen Mindestbestand und ihre eigene Überwachung. So passt die Schwelle zur Größe und zum Risikoprofil des jeweiligen Betriebs, statt einen pauschalen Wert für alle zu erzwingen.

Zählen freie Kreditlinien zum Puffer?

Der Mindestbestand bezieht sich auf den Cash. Ergänzend weist das Modul die verfügbare Liquidität aus Cash plus freien Kreditlinien aus. So sehen Sie, ob eine drohende Unterschreitung durch freie Linien abgefedert ist oder wirklich eng wird.