Rollierende Planung
Rollierende Planung — der Forecast, der mit dem Jahr mitwächst
Ein einmal verabschiedetes Budget veraltet ab dem ersten Quartal. Rollierende Planung hält den Blick nach vorn aktuell: Sie schreiben die Erwartung unterjährig fort, passen die Szenarien an und rollen ins Folgejahr, ohne den ursprünglichen Plan zu verlieren. Der Ist-Abgleich läuft dabei automatisch aus dem festgeschriebenen Abschluss — Grundlage jeder ehrlichen Fortschreibung.
Was rollierende Planung bedeutet
Statt einmal im Jahr ein Budget festzuzurren und es zwölf Monate lang veralten zu lassen, aktualisieren Sie den Blick nach vorn fortlaufend. Neue Auftragslagen, veränderte Kosten, verschobene Projekte — alles fließt in eine lebende Prognose ein. So ist der Plan immer aktuell und die Steuerung reagiert, bevor das Jahr gelaufen ist. Das Budget bleibt als Referenz erhalten, die Prognose übernimmt die Fortschreibung.
- Erwartung fortlaufend statt einmal jährlich
- Budget als stabile Referenz, Prognose als lebender Blick nach vorn
- Steuerung reagiert, bevor das Jahr gelaufen ist
So setzen Sie eine lebende Prognose auf
Neben dem verabschiedeten Budget legen Sie eine Prognose für dasselbe Planjahr an. In ihr passen Sie die Jahresbeträge je Position an die aktuelle Erwartung an — das Budget bleibt unangetastet und damit als Vergleichsmaßstab erhalten. Beide Pläne liegen nebeneinander und sind mit einem Klick umschaltbar.
Weil jede Position der GuV nach § 275 HGB zugeordnet ist, bleibt auch die fortgeschriebene Prognose anschlussfähig an den Abschluss. Sie können also jederzeit sowohl das Budget als auch die aktuelle Prognose gegen das spätere Ist stellen.
Szenarien als Teil der Fortschreibung
Rollierende Planung lebt von Annahmen, die sich ändern — deshalb gehören Szenarien dazu. Über die zwei Stellhebel (Umsatz und Kosten in Prozent) leiten Sie zu jeder Prognose einen neuen besten und schlechtesten Fall ab und speichern sie als eigene Szenario-Pläne. So aktualisieren Sie nicht nur die Punktlandung, sondern auch die Bandbreite, mit der Sie in die kommenden Monate blicken.
- Zu jeder Prognose ein aktuelles Best/Worst-Szenario
- Bandbreite bleibt mit der Erwartung aktuell
- Als Szenario-Pläne gespeichert und vergleichbar
Ins Folgejahr rollen
Der zweite Teil des Rollierens ist der Übergang ins nächste Planjahr. Ist ein Geschäftsjahr abgeschlossen und festgeschrieben, legen Sie für das Folgejahr einen neuen Plan an — mit dem Vorjahres-Umsatz aus dem festgeschriebenen Abschluss als realistischem Startpunkt. So wächst die Planung Jahr für Jahr mit, immer verankert an den zuletzt tatsächlich erreichten Zahlen.
- Neuer Plan fürs Folgejahr je Gesellschaft
- Startpunkt: Vorjahres-Umsatz aus dem festgeschriebenen Abschluss
- Planung wächst Jahr für Jahr mit
Ehrlich zur Granularität
Diese Finanzplanung arbeitet mit Jahresbeträgen je Planjahr, nicht mit monatlich fortrollenden Zeitfenstern. Rollierend heißt hier: eine lebende Prognose, die Sie unterjährig fortschreiben, plus der geordnete Übergang ins Folgejahr — nicht ein monatliches Zwölf-Perioden-Modell. Wer die kurzfristige Liquidität rollierend steuern will, nutzt dafür die Wochen-Vorschau im Treasury-Modul.
- Jahresbeträge je Planjahr, keine Monats-Perioden
- Rollierend = lebende Prognose plus Jahresübergang
- Kurzfristige Liquidität rollierend in Treasury
Häufige Fragen
Ist das eine monatlich rollierende Forecast-Software?
Nicht im Sinne fortrollender Monatsfenster. Die Finanzplanung arbeitet mit Jahresbeträgen je Planjahr; rollierend bedeutet hier eine lebende Prognose, die Sie unterjährig fortschreiben, plus den geordneten Übergang ins Folgejahr. Für rollierende Kurzfrist-Liquidität gibt es die Wochen-Vorschau in Treasury.
Wie schreibe ich meine Erwartung fort, ohne das Budget zu verlieren?
Sie legen neben dem Budget eine Prognose für dasselbe Planjahr an und passen dort die Beträge an. Das verabschiedete Budget bleibt unangetastet und dient weiter als Vergleichsmaßstab. Beide Pläne liegen nebeneinander und sind jederzeit umschaltbar.
Wie funktioniert der Übergang ins Folgejahr?
Sobald ein Geschäftsjahr festgeschrieben ist, legen Sie für das Folgejahr einen neuen Plan an. Als Startpunkt übernehmen Sie den Vorjahres-Umsatz aus dem festgeschriebenen Abschluss. So ist die neue Planung an den zuletzt tatsächlich erreichten Zahlen verankert.
Kann ich für jede Prognose neue Szenarien rechnen?
Ja. Zu jeder Prognose leiten Sie über die zwei Stellhebel einen neuen besten und schlechtesten Fall ab und speichern sie als eigene Szenario-Pläne. So bleibt nicht nur die Punkterwartung, sondern auch die Bandbreite mit dem Jahresverlauf aktuell.
Passt das zu einem laufenden Ist-Abgleich?
Ja. Weil jede Position der GuV zugeordnet ist, lassen sich sowohl das Budget als auch die aktuelle Prognose gegen das Ist stellen — automatisch, sobald die GuV festgeschrieben ist. Der Abgleich ist damit die verlässliche Grundlage jeder Fortschreibung.