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Gewerbesteuer mit Accountable

Accountable Gewerbesteuer: Erklärung in Accountable, Rechenweg und Anrechnung auf die Einkommensteuer

Accountable erstellt die Gewerbesteuererklärung selbst: Laut Preisseite gehört sie im Tarif Steuern zum Jahresabschluss, Kleinunternehmer erhalten sie im Tarif Buchhaltung, und laut Hilfe ist sie auch für eine gewerbliche GbR verfügbar. Wie Accountable den Gewerbeertrag im Einzelnen ermittelt und die Steuerermäßigung nach § 35 EStG in die Einkommensteuer überträgt, beschreibt die Hilfe nicht. Diese Seite erklärt Freibetrag, Hinzurechnungen und Anrechnung an einem Beispiel und zeigt, wann Sie die Gewerbesteuer hier erklären, etwa als GbR mit Feststellungserklärung.

In der Software: Jahresabschluss.io erstellt die Gewerbesteuererklärung (GewSt 1 A) mit Hinzurechnungen und Kürzungen.

Stand: 2026-11-01

Gewerbesteuer in Accountable: was Tarif und Hilfe nennen

Die Preisseite führt die Gewerbesteuererklärung im Jahresabschluss des Tarifs Steuern, zusammen mit Einkommensteuererklärung, EÜR und Umsatzsteuer-Jahreserklärung; im Tarif Buchhaltung steht sie mit dem Zusatz „Nur für Kleinunternehmer“. Der Programmumfang nennt „Gewerbesteuer“ unter den Steuern, die Hilfe zur Einkommensteuer zählt „Gewerbesteuerpflichtig“ zu den unterstützten Fällen. Für die GbR listet Accountable die Gewerbesteuererklärung ausdrücklich als verfügbar.

Einen eigenen Hilfeartikel zur Gewerbesteuererklärung haben wir im Accountable-Hilfe-Center nicht gefunden. Wie die App Hinzurechnungen nach § 8 GewStG abfragt, wie der Hebesatz erfasst wird und wie der Messbetrag in die Steuerermäßigung der Einkommensteuer gelangt, ist dort nicht beschrieben. Die Steuergarantie von bis zu 500 € im Tarif Steuern beziehungsweise 10.000 € im Tarif Max gilt laut Preisseite für alle mit Accountable erstellten Steuererklärungen.

Gewerbebetrieb, Freibetrag und Abgabepflicht

Gewerbesteuer zahlt nur ein Gewerbebetrieb (§ 2 GewStG); wer freiberuflich nach § 18 EStG tätig ist, zahlt sie nicht, auch wenn Accountable dieselbe App für beide Gruppen anbietet. Ausgangswert ist der Gewinn nach dem Einkommensteuergesetz, bei einer EÜR also Zeile 97, vermehrt und vermindert um die Beträge der §§ 8 und 9 GewStG (§ 7 GewStG). Natürliche Personen und Personengesellschaften ziehen einen Freibetrag von 24.500 € ab, die Steuermesszahl beträgt 3,5 % (§ 11 GewStG).

Eine Erklärung ist abzugeben, wenn der Gewerbeertrag 24.500 € übersteigt (§ 25 Abs. 1 Nr. 1 GewStDV), elektronisch nach amtlichem Datensatz (§ 14a GewStG). Die Steuer erhebt die Gemeinde; Vorauszahlungen sind am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig (§ 19 Abs. 1 GewStG). Für den Gewinn zählt die Gewerbesteuer nicht, sie ist keine Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5b EStG); gebucht wird sie im SKR03 auf 4320, im SKR04 auf 7610.

Beispiel: Veranstaltungstechnik-Verleih mit Accountable-EÜR

Beispielzahlen; Hebesatz frei gewählt. Die volle Ermäßigung setzt voraus, dass genug tarifliche Einkommensteuer auf die gewerblichen Einkünfte entfällt.

Hinzurechnungen, Messbetrag und Anrechnung an einem Zahlenbeispiel
PositionEuroFundstelle
Gewinn laut EÜR, Zeile 9771.640,00§ 7 GewStG
Darlehenszinsen, voll angesetzt2.400,00§ 8 Nr. 1 Buchst. a GewStG
Lagermiete 18.000 €, davon die Hälfte9.000,00§ 8 Nr. 1 Buchst. e GewStG
Transporter-Leasing 7.800 €, davon ein Fünftel1.560,00§ 8 Nr. 1 Buchst. d GewStG
Summe 12.960 € unter dem Freibetrag von 200.000 €, hinzuzurechnen also0,00§ 8 Nr. 1 GewStG
Gewerbeertrag, auf volle 100 € abgerundet71.600,00§ 11 Abs. 1 Satz 3 GewStG
abzüglich Freibetrag24.500,00§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG
Messbetrag: 3,5 % von 47.100 €1.648,50§ 11 Abs. 2 GewStG
Gewerbesteuer bei 410 % Hebesatz6.758,85§ 16 GewStG
Ermäßigung der Einkommensteuer, höchstens 4 × 1.648,50 €6.594,00§ 35 Abs. 1 EStG
nicht angerechneter Rest164,85Hebesatz über 400 %

Steuerermäßigung nach § 35 EStG: Rechenweg und Grenzen

Die Ermäßigung beträgt bei Einzelunternehmen das Vierfache des festgesetzten Messbetrags. Sie ist doppelt begrenzt: auf den Anteil der tariflichen Einkommensteuer, der auf die gewerblichen Einkünfte entfällt, ermittelt aus dem Verhältnis der positiven gewerblichen Einkünfte zur Summe aller positiven Einkünfte, und auf die tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer. Im Beispiel liegt der Hebesatz über 400 %, deshalb bleiben 164,85 € als echte Belastung.

Wenig Wirkung hat § 35 EStG, wenn kaum Einkommensteuer anfällt, etwa wegen hoher Sonderausgaben oder Verlusten aus anderen Einkunftsarten. Im Einkommensteuer-Modul hier kommen Messbetrag, Gewerbeertrag und Hebesatz aus der Gewerbesteuererklärung desselben Jahres; haben Sie die Gewerbesteuer über Accountable erklärt, tragen Sie Messbetrag und tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer laut Bescheid ein.

Gewerbliche GbR: Gewerbesteuer in Accountable, Feststellung hier

Für eine GbR übernimmt Accountable laut Hilfe die Voranmeldungen, die Umsatzsteuer-Jahreserklärung, die EÜR und die Gewerbesteuererklärung, nicht aber die Steuererklärung des Unternehmens, also die gesonderte und einheitliche Feststellung, und nicht die Einkommensteuer der Gesellschafter. Gerade für die Gewerbesteuer ist die Feststellung wichtig: Der Messbetrag wird nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel auf die Gesellschafter verteilt und gesondert festgestellt (§ 35 Abs. 2 EStG), erst damit erhält jeder Gesellschafter seine Ermäßigung.

Hier erstellen Sie für die Veranlagungszeiträume 2023 bis 2025 die Feststellungserklärung samt Messbetrag aus der Gewerbesteuererklärung desselben Jahres und übermitteln sie in den unterstützten Fällen direkt. Die Gewerbesteuer einer Personengesellschaft setzt hier eine im Modul freigegebene Anlage EÜR voraus, weil Sonderbetriebsergebnisse der Beteiligten dazugehören; eine bloße Bestätigung eines fremden Gewinns reicht für die GbR nicht. Die Einkommensteuer der einzelnen Gesellschafter bleibt außerhalb der Software.

Einzelunternehmen: Gewerbesteuer hier, EÜR in Accountable

  • Den Gewinn aus Zeile 97 Ihrer Accountable-EÜR tragen Sie ein und bestätigen ihn; die Bestätigung gilt für genau diesen Betrag.
  • Mieten, Pachten, Leasingraten, Zinsen und Lizenzen erfassen Sie je Buchstabe des § 8 GewStG mit dem vollen Aufwand; Quoten und Freibetrag von 200.000 € rechnet die Software.
  • Messbetrag, Hebesatz und Zahllast werden vorgerechnet, bevor der Bescheid kommt.
  • Gewöhnliche Fälle gewerblicher Einzelunternehmen für 2023 bis 2025 gehen nach vollständig beantworteten Sachverhaltsfragen und bestandener Prüfung direkt an das Finanzamt; ausdrücklich abgefragte Spezialfälle bleiben gesperrt.
  • Steuer-Modul, Erstellen und Prüfen sind kostenlos, der Direktversand kostet 50 €. Geben Sie die Gewerbesteuer eines Jahres nur einmal ab, aus Accountable oder von hier.

Wann Accountable für die Gewerbesteuer genügt

Für ein gewerbliches Einzelunternehmen mit EÜR, einer Betriebsstätte in einer Gemeinde und Hinzurechnungen deutlich unter dem Freibetrag erstellt Accountable die Erklärung nach den Herstellerangaben selbst, im Tarif Steuern oder als Kleinunternehmer im Tarif Buchhaltung. Hier anzusetzen lohnt sich vor allem für die gewerbliche GbR, die zusätzlich die Feststellungserklärung braucht, oder wenn Sie Hinzurechnungen und Messbetrag selbst nachvollziehen wollen. Bei Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, Gewerbeverlusten oder Umwandlungen ist eine Kanzlei oft der bessere Weg; Accountable vermittelt dafür an Partnerkanzleien, und Ihre eigene Kanzlei kann hier mitarbeiten.

Häufige Fragen

Erstellt Accountable die Gewerbesteuererklärung?

Ja. Laut Preisseite gehört sie im Tarif Steuern zum Jahresabschluss, für Kleinunternehmer auch im Tarif Buchhaltung. Wie die App die einzelnen Positionen abfragt, beschreibt die Hilfe nicht.

Zahle ich als Freiberufler mit Accountable Gewerbesteuer?

Nein. Freiberufliche Tätigkeit nach § 18 EStG ist kein Gewerbebetrieb. Ob Sie gewerblich oder freiberuflich arbeiten, hängt von der Tätigkeit ab, nicht von der Software.

Wie hoch ist der Freibetrag bei der Gewerbesteuer?

Für natürliche Personen und Personengesellschaften 24.500 € (§ 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewStG). Kapitalgesellschaften erhalten keinen Freibetrag.

Wird die Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer angerechnet?

Über § 35 EStG: Die Einkommensteuer ermäßigt sich um bis zu das Vierfache des Messbetrags, höchstens bis zur tatsächlich zu zahlenden Gewerbesteuer und zum Anteil der Einkommensteuer auf die gewerblichen Einkünfte.

Kann eine GbR die Gewerbesteuer in Accountable erklären?

Laut Hilfe ja, die Feststellungserklärung der GbR übernimmt Accountable aber nicht. Hier entstehen beide für 2023 bis 2025, auf Grundlage einer im Modul freigegebenen Anlage EÜR.

Was kostet die Gewerbesteuererklärung hier?

Erstellen und amtliche Prüfung kosten nichts. Der Direktversand kostet 50 €; im aktiven EÜR-Abo zählt er zu den enthaltenen Steuererklärungen eines Veranlagungszeitraums.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.