KI-Software für HGB-Jahresabschlüsse

HGB-Jahresabschluss mit KI erstellen – von der Saldenliste zum fertigen Abschluss

Beim Jahresabschluss eignet sich KI vor allem für zwei Aufgaben: Konten den Gliederungsposten des § 266 und § 275 HGB vorzuschlagen sowie Textentwürfe aus freigegebenen Fakten zu formulieren. Nicht geeignet ist sie für die Rechenwege: Bilanzsumme, Größenklasse nach § 267 HGB, Anlagenspiegel und Bilanzgleichung müssen deterministisch gerechnet werden. Ansatz, Bewertung, Vollständigkeit und Freigabe bleiben fachliche Entscheidungen. Diese Seite zeigt, wo die Trennlinie verläuft.

Stand:

Erster Jahresabschluss gratis · ohne Zahlungsdaten · jederzeit kündbar

Welche Unterlagen brauche ich für den Start?

Mit dieser Checkliste erkennen Sie vor dem Upload, welche Informationen bereits vorliegen und was Sie noch klären müssen.

  • Saldenliste: vollständiger Kontenbestand zum Abschlussstichtag mit Kontonummern, Bezeichnungen und Salden. Stimmen Sie Bankkonten, offene Posten und die Gesamtsummen mit Ihrer Buchhaltung ab.
  • Vorjahr: Vorjahresabschluss und Vergleichszahlen, sofern vorhanden. Bei einem ersten Geschäftsjahr sind Eröffnungswerte und der Zeitraum zu klären.
  • Nachweise: Anlagenverzeichnis, Darlehensunterlagen und Belege zu Rückstellungen, Abgrenzungen und anderen Abschlusspositionen. Fehlende Geschäftsvorfälle kann die KI aus einer Saldenliste allein nicht erkennen.
  • Unternehmensangaben: Rechtsform, Geschäftsjahr, Größenklasse und Angaben für einen gegebenenfalls erforderlichen Anhang oder Lagebericht.

Saldenliste für den Import vorbereiten · Preise und enthaltene Leistungen

Ein Beispiel: Was eine ausgeglichene Bilanz noch nicht beweist

Vereinfachtes Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen, keine Kundenfallstudie.

Ihre Saldenliste enthält 12.000 € Bankguthaben und 8.000 € Forderungen. Dem stehen 5.000 € Eigenkapital und 15.000 € Verbindlichkeiten gegenüber. Beide Bilanzseiten ergeben 20.000 €: Die rechnerische Gleichheit ist erfüllt.

Ob die Forderungen noch werthaltig sind oder eine Rechnung zum Stichtag fehlt, sagt diese Gleichheit nicht aus. Dafür benötigen Sie Nachweise und eine fachliche Beurteilung. Die KI kann Konten zuordnen und Texte vorbereiten; eine erfolgreiche Rechenprüfung ersetzt diese Beurteilung nicht.

Prüfen Sie deshalb zuerst die Daten und Abschlussbuchungen, anschließend Zuordnung und Berichtsangaben und zuletzt die Ausgabe. So bleibt nachvollziehbar, wie aus Ihrer Buchhaltung der Abschluss entstanden ist.

Den Workflow mit eigenen Daten prüfen

Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.

Was die KI im Jahresabschluss übernimmt

Jahresabschluss.io setzt KI bei Zuordnung und Textentwürfen ein. Rechenprüfungen bleiben deterministisch; fachliche Urteile bleiben beim Menschen.

KI-Kontenzuordnung

Die KI analysiert Kontonummer, Bezeichnung und Kontext und schlägt passende HGB-Bilanz- oder GuV-Positionen vor. Auch bei SKR03, SKR04 und individuellen Kontenrahmen bleibt die Prüfung erforderlich.

KI-Anhang-Entwurf

Aus Finanzdaten und den freigegebenen Antworten eines strukturierten Fragebogens entsteht ein erster Anhang-Entwurf. Pflichtangaben und Sonderfälle müssen Sie prüfen und ergänzen.

KI-Lagebericht

Sofern ein Lagebericht erforderlich ist, formuliert die KI einen Entwurf aus den vom Unternehmen gelieferten Fakten zu Geschäftsverlauf, Prognose und Risiken. Fehlende Tatsachen müssen Sie ergänzen; Aussagen des Entwurfs sind gegen die Quellen zu prüfen.

Deterministische Konsistenzprüfung

Feste Rechenregeln prüfen Aktiva = Passiva, Ergebnisüberleitung und größenabhängige Pflichtfelder. Fehlende oder falsche Eingangsdaten können sie nicht fachlich ersetzen.

Wer entscheidet was? KI, Regeln und fachliche Freigabe

Diese Verantwortungstrennung ist der wichtigste Qualitätsmechanismus im Workflow.

KI schlägt vor

Kontenzuordnung anhand Bezeichnung und Kontext sowie erste Textentwürfe. Jeder Vorschlag bleibt sichtbar, änderbar und muss bei Unsicherheit geprüft werden.

Regeln rechnen

Summen, Bilanzgleichung, Vorjahresvergleich, Größenklassenschwellen und technische Pflichtfeldprüfungen liefern bei gleichen Eingaben dasselbe Ergebnis.

Menschen verantworten

Vollständigkeit der Buchführung, Ansatz und Bewertung, Wahlrechte, ungewöhnliche Verträge, Going Concern sowie die abschließende Prüfung und Freigabe.

KI-Vorschlag, feste Rechenregel und Entscheidung im Überblick

Arbeitsteilung bei einem Jahresabschluss mit KI
ArbeitsschrittKI unterstütztFeste Regeln prüfenSie entscheiden
Saldenliste übernehmenSpalten und Konten einordnenÜbernommene Werte und SummenVollständigkeit, Stichtag und richtige Datei
Bilanz und GuV gliedernHGB-Position je Konto vorschlagenSummen und BilanzgleichungSachlich richtige Zuordnung und Bewertung
Anhang vorbereitenText aus bestätigten Antworten entwerfenPflichtumfang und offene AngabenTatsachen, Wahlrechte und Formulierungen
Lagebericht vorbereitenVorliegende Aussagen strukturierenOffene Berichtsteile anzeigenPrognosen, Risiken und belastbare Grundlagen
Abschluss freigebenKeine eigene OrganentscheidungOffene Punkte und KonsistenzFreigabe, Unterzeichnung und erforderliche Beschlüsse

Diese Aufteilung hilft bei der Prüfung einzelner Ergebnisse. Ein passend benanntes Konto kann trotzdem einen ungewöhnlichen Sachverhalt enthalten. Beispielsweise ist ein Saldo mit der Bezeichnung „Darlehen“ ohne Vertrag, Restlaufzeit und Angaben zum Vertragspartner noch nicht sicher eingeordnet. Die vorgeschlagene Position ist der Beginn der Prüfung. Halten Sie fest, welche Unterlage die Zuordnung begründet und ob Angaben an anderer Stelle ergänzt werden müssen.

Auch ein grüner Rechenhinweis beantwortet nur die konkrete Rechenfrage. Wenn Aktiva und Passiva übereinstimmen, ist damit die Gleichheit der beiden Summen belegt. Daraus folgt keine Aussage darüber, ob sämtliche Verpflichtungen erfasst oder Forderungen ausreichend wertberichtigt sind. Prüfen Sie deshalb fachliche Fragen anhand Ihrer Unterlagen und behandeln Sie eine rechnerische Prüfung als zusätzlichen Kontrollschritt.

Bestandteile und Aufstellungsfristen nach Größenklasse

HGB-Einzelabschluss einer GmbH oder UG mit Geschäftsjahr zum 31. Dezember
GrößenklasseUnterlagen für die AufstellungGJ 2025GJ 2026
KleinstBilanz und GuV; Anhangverzicht nur mit erforderlichen Angaben unter der Bilanz; kein LageberichtBis 30.06.2026 bei ordnungsgemäßem GeschäftsgangBis 30.06.2027 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang
KleinBilanz, GuV und Anhang; kein LageberichtBis 30.06.2026 bei ordnungsgemäßem GeschäftsgangBis 30.06.2027 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang
MittelgroßBilanz, GuV und Anhang sowie LageberichtBis 31.03.2026Bis 31.03.2027
GroßBilanz, GuV und Anhang sowie LageberichtBis 31.03.2026Bis 31.03.2027
Grundlagen: § 264 Abs. 1 Satz 1, 3–5 HGB. Für Kapitalmarktorientierung und Konzernfälle gelten zusätzliche Regeln. Aufstellung, Feststellung und Offenlegung haben unterschiedliche Fristen.

Wählen Sie den Pflichtumfang vor dem Schreiben der Texte. Eine Kleinstgesellschaft darf einen vorhandenen Anhang nicht einfach löschen: Zuerst müssen die Voraussetzungen des Anhangverzichts geprüft und die erforderlichen Angaben unter der Bilanz vollständig gemacht werden. Ebenso gehört die GuV zum aufzustellenden Abschluss, auch wenn für die spätere Hinterlegung ein geringerer Umfang genügt.

Prüfen Sie außerdem, ob eine Abschlussprüfung erforderlich ist. Bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften verlangt § 316 Abs. 1 Satz 1 und 2 HGB die Prüfung; ohne sie kann der Abschluss nicht festgestellt werden. Eine interne Durchsicht mit Kommentaren oder die Freigabe durch einen zweiten Nutzer ersetzt diese gesetzliche Prüfung nicht.

Ein prüfbarer Ablauf von der Importvorschau bis zur Ausgabe

1. Den Ausgangsstand sichern. Bewahren Sie den ursprünglichen Export mit Stichtag und Herkunft auf. Klären Sie, ob alle Abschlussbuchungen enthalten sind und ob die Saldenliste das vollständige Geschäftsjahr abdeckt. Bei mehreren Dateien muss erkennbar sein, welche Fassung zuletzt abgestimmt wurde. Ein späterer Vergleich hilft nur, wenn er dieselbe Gesellschaft, denselben Zeitraum und denselben Buchungsstand betrifft.

2. Die Importvorschau abgleichen. Kontrollieren Sie Kontonummern, Bezeichnungen, Salden und Vorzeichen anhand ausgewählter Konten und der Gesamtsummen. Unterscheiden Sie leere Felder von Nullwerten. Prüfen Sie Vorjahreszahlen gesondert, denn eine korrekt übernommene aktuelle Saldenliste bestätigt die Vergleichswerte noch nicht. Eine falsch erkannte Spalte korrigieren Sie, bevor Sie einzelne Zuordnungen bearbeiten.

3. Sachverhalte klären. Gehen Sie ungeklärte Konten und auffällige Veränderungen durch. Legen Sie Darlehensverträge, Anlagenunterlagen und Belege zu Abschlussbuchungen daneben. Beantworten Sie den Fragebogen aus diesen Quellen. Fehlt eine Information, bleibt der Punkt offen, bis er geklärt ist. Eine plausibel klingende Annahme der KI sollte nicht unbemerkt in einen Bericht übernommen werden.

4. Gemeinsam prüfen. Nutzen Sie Kommentare am betroffenen Abschnitt, damit Zahl und Rückfrage zusammenbleiben. Lassen Sie kritische Zuordnungen, Wahlrechte und ungewöhnliche Geschäftsvorfälle fachlich beurteilen. Die auf der Produktseite zum Jahresabschluss beschriebenen Rollen, Änderungen und Freigaben unterstützen diese Zusammenarbeit. Sie bestimmen, welche Person die fachliche Prüfung tatsächlich übernimmt.

5. Die ausgegebene Fassung lesen. Vergleichen Sie die endgültige Bilanz, GuV und die Berichtstexte mit dem freigegebenen Zahlenstand. Kontrollieren Sie Geschäftsjahr, Gesellschaft und Vergleichswerte sowie die gewählte Aufstellungs- oder Offenlegungsfassung. Die Software erzeugt die Einreichungsdatei für das Unternehmensregister; die Einreichung erfolgt dort gesondert. Sichern Sie den Nachweis des tatsächlichen Eingangs.

Typische Fehler bei einem Jahresabschluss mit KI

Zuordnung mit Bewertung verwechseln. Wird eine Forderung dem richtigen HGB-Posten zugeordnet, ist damit ihre Werthaltigkeit noch nicht beurteilt. Kontrollieren Sie offene Posten und verfügbare Nachweise. Eine erforderliche Abschlussbuchung muss in den abgestimmten Zahlenbestand einfließen; eine andere Bezeichnung im Bericht allein verändert den Sachverhalt nicht.

Texte vor den Zahlen freigeben. Ein Anhangentwurf kann zu einem älteren Bearbeitungsstand passen. Prüfen Sie nach Änderungen der Bilanz oder GuV deshalb erneut die dazugehörigen Aussagen, Beträge und Vorjahresvergleiche. Achten Sie insbesondere auf Formulierungen wie „unverändert“, „vollständig“ oder „keine“, die nur nach tatsächlicher Prüfung übernommen werden sollten.

Erstellung, Feststellung und Übermittlung zusammenziehen. Das fertige Dokument ist ein Arbeitsergebnis. Die Unterzeichnung richtet sich nach § 245 Satz 1 HGB; bei der GmbH folgen Feststellung und Ergebnisverwendung nach § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG. Die steuerliche E-Bilanz und die Einreichung beim Unternehmensregister sind wiederum eigene Vorgänge mit eigenen Nachweisen.

Warum KI für den Jahresabschluss?

KI kann wiederkehrende Zuordnungs- und Entwurfsarbeit reduzieren; der konkrete Zeitgewinn hängt von Datenqualität, Umfang und Prüfbedarf ab.

HGB-strukturiert

Der Workflow bildet Größenklassen, Pflichtangaben und Gliederungsvorschriften ab. Die fachliche Prüfung und Freigabe bleibt beim Nutzer.

Datenschutz mit nachvollziehbarem Datenweg

Dauerhafte Plattformdaten werden in Europa gehostet. Erforderliche Inhalte können an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt werden, bei möglichem Drittlandbezug mit geeigneten Garantien; kein KI-Training mit Ihren Daten.

Mensch prüft und entscheidet

Jeder KI-Entwurf durchläuft einen Prüfprozess. Sie behalten die Kontrolle — die KI liefert einen Startpunkt, nicht die fachliche Schlussfolgerung.

So funktioniert der KI-gestützte Jahresabschluss

In vier Schritten von der Saldenliste zum fertigen HGB-Abschluss.

1. Daten importieren und abstimmen

Laden Sie eine strukturierte Saldenliste hoch. Prüfen Sie in der Vorschau Spalten, Vorzeichen, Gesamtsummen, Vorjahreswerte und den erkannten Kontenrahmen, bevor die Zuordnung beginnt.

2. Kontenvorschläge prüfen

Die KI schlägt HGB-Positionen vor. Klären Sie Positionen mit geringer Sicherheit und stimmen Sie Bilanz- und GuV-Summen wieder mit der Quelle ab.

3. Abschlussfragen beantworten

Ergänzen Sie Informationen, die nicht in der Saldenliste stehen: Bewertungsentscheidungen, Restlaufzeiten, Haftungsverhältnisse, Anhang- und gegebenenfalls Lageberichtssachverhalte.

4. Review und Ausgabe

Bearbeiten Sie Prüfhinweise, geben Sie den Abschluss fachlich frei und erzeugen Sie die passende Ausgabe für E-Bilanz beziehungsweise Offenlegung oder Hinterlegung im Unternehmensregister.

KI-Bilanzierung: Wo künstliche Intelligenz in der Bilanz konkret hilft

KI-Bilanzierung heißt nicht, dass ein Sprachmodell Ihre Bilanz „erfindet“: KI unterstützt die Zuordnung, feste Regeln prüfen die Rechenlogik und Menschen entscheiden Fachfragen.

Ein wiederkehrender Arbeitsschritt der Bilanzierung ist die Strukturierung: Hunderte Konten müssen den richtigen Positionen der HGB-Gliederung nach § 266 (Bilanz) und § 275 HGB (GuV) zugeordnet werden — passend zur Größenklasse, zum Kontenrahmen und zur Vorjahresdarstellung. Genau hier setzt die KI-Bilanzierung an: Sie analysiert den Kontenrahmen (SKR03, SKR04 oder individuell), schlägt für jedes Konto eine Bilanz- oder GuV-Position vor und stellt vorhandene Vorjahreswerte gegenüber.

Dazu kommen feste Konsistenzprüfungen: Aktiva müssen den Passiva entsprechen, das GuV-Ergebnis muss zum Eigenkapital passen und größenabhängige Felder müssen im Workflow bearbeitet sein. Diese Regeln markieren rechnerische oder strukturelle Auffälligkeiten. Sie können aber nicht erkennen, ob ein Vertrag, eine Rückstellung oder ein nicht gebuchter Sachverhalt in den Eingangsdaten vollständig fehlt.

Ebenso wichtig ist, was die KI bewusst nicht entscheidet: Bewertungswahlrechte — etwa die Höhe von Rückstellungen, Abschreibungsmethoden oder die Ausübung von Aktivierungswahlrechten — bleiben fachliche Entscheidungen. Die Software macht diese Entscheidungen sichtbar und dokumentiert sie, trifft sie aber nicht eigenmächtig. Das unterscheidet seriöse KI-Bilanzierung von einem Sprachmodell, das plausibel klingende Zahlen generiert.

Vom Jahresbericht zum vollständigen Abschluss: was die KI erstellt

Bilanz und GuV sind nur der Anfang — je nach Größenklasse gehören Anhang, Lagebericht und Offenlegung dazu.

Wer nach einem „Jahresbericht mit KI“ sucht, meint meist das Gesamtpaket zum Geschäftsjahresende: den Jahresabschluss aus Bilanz und GuV, dazu — abhängig von der Größenklasse — den Anhang mit seinen Pflichtangaben und bei mittelgroßen und großen Gesellschaften den Lagebericht nach § 289 HGB. Der Workflow verbindet diese Bestandteile: Aus der Saldenliste entsteht nach geprüfter Kontenzuordnung ein Bilanz- und GuV-Entwurf, aus Finanzdaten und einem strukturierten Fragebogen ein Anhang-Entwurf und ein gegebenenfalls erforderlicher Lagebericht-Entwurf greift die vom Unternehmen freigegebenen Angaben zu Geschäftsverlauf, Lage und Risiken auf. Vollständig werden diese Dokumente erst durch die fachliche Prüfung und Ergänzung.

Nach der Freigabe folgt die Offenlegung. Je nach Größenklasse bereitet der Workflow die passende Offenlegungs- oder Hinterlegungsversion für das Unternehmensregister vor — mit den größenabhängigen Erleichterungen, die das HGB kleinen Gesellschaften einräumt. Für das Finanzamt erzeugt das getrennte E-Bilanz-Modul einen Datensatz nach § 5b Abs. 1 Satz 1 EStG. Für unterstützte Fälle folgt der ELSTER-Versand erst nach Prüfung und Freigabe.

Für wen ist die KI-Software geeignet?

Jahresabschluss.io richtet sich an alle, die Jahresabschlüsse für deutsche Kapitalgesellschaften erstellen.

Geschäftsführer

Bereiten Sie den Jahresabschluss Ihrer GmbH oder UG mit KI-Unterstützung in einem HGB-strukturierten Prüf- und Freigabeworkflow vor.

Steuerberater und Kanzleien

Beschleunigen Sie die Abschlusserstellung für Ihre Mandanten. Weniger manuelle Zuordnung, mehr Zeit für fachliche Prüfung.

Finanzteams

Arbeiten Sie im Team an Bilanz, Anhang und Lagebericht. Mit Kommentarfunktion, Änderungsverfolgung und strukturierter Prüfung.

Wirtschaftsprüfer

Erhalten Sie sauber strukturierte Abschlüsse mit konsistenter Gliederung und nachvollziehbarer Herleitung aus der Saldenliste.

Jahresabschluss mit KI im Vergleich: Steuerberater, Tabellenkalkulation, allgemeiner KI-Chat

Vier Wege zum Abschluss – wer was übernimmt, was es kostet und wo die Verantwortung liegt.

Jahresabschluss mit KI, Kanzlei, Tabellenkalkulation und allgemeiner KI-Chat
KriteriumJahresabschluss mit KI (diese Software)SteuerkanzleiTabellenkalkulationAllgemeiner KI-Chat
Kontenzuordnung zu § 266 / § 275 HGBKI-Vorschlag je Konto, sichtbar und korrigierbarKanzlei-Software, Kanzlei entscheidetvon HandText, keine Zuordnung Ihrer Konten
Rechenwege (Bilanzsumme, Größenklasse, Spiegel)deterministisch, gleiche Eingabe = gleiches ErgebnisKanzlei-Softwareeigene Formeln, fehleranfälligunzuverlässig
Anhang und LageberichtEntwurf aus Fragebogen und freigegebenen Zahlen, Pflichtangaben je Größenklasse aus der MatrixKanzlei formuliertVorlage suchenEntwurf ohne Bezug zu Ihren Zahlen
OffenlegungEinreichungsdatei für das Unternehmensregister mit VollständigkeitsprüfungKanzlei reicht einSie müssen das Format kennennein
Prüfung und FreigabeVier-Augen-Prinzip, Kommentare, Änderungsverfolgung, ProtokollKanzlei internkeinekeine
Verantwortungbleibt bei den gesetzlichen Vertretern (§ 264 HGB)Kanzlei haftet für ihre Leistungbei Ihnenbei Ihnen
Kostenerster Abschluss gratis, danach 250 € bis 5.000 € je Größenklassenach StBVV, je GegenstandswertArbeitszeitAbo des Chat-Anbieters

Die Wege schließen sich nicht aus: Viele Gesellschaften erstellen den Abschluss mit der Software und laden die Kanzlei als Prüferin in den Arbeitsbereich ein. Sie sieht dieselben Zahlen, dieselbe Kontenzuordnung und dasselbe Protokoll.

Kosten und Fristen kompakt

Festpreis je Geschäftsjahr und Gesellschaft, kein Abonnement. Fristen für ein Geschäftsjahr zum 31. Dezember, Orientierung ohne Rechtsberatung.

Einzelpreise je Jahresabschluss und Größenklasse
Größenklasse (§ 267, § 267a HGB)Preis je Abschluss
Kleinstkapitalgesellschaft250 €
Kleine Kapitalgesellschaft500 €
Mittelgroße Kapitalgesellschaft2.500 €
Große Kapitalgesellschaft5.000 €
e.K., OHG, KG, GbR, PartG (einfaches Regime)250 €

Der erste Jahresabschluss je Arbeitsbereich ist kostenlos. Im Gesamtpaket der Buchhaltung ist ein Abschluss je Gesellschaft und zwölf Monate enthalten. E-Bilanz 20 € je Wirtschaftsjahr.

  • Aufstellung: drei Monate nach Geschäftsjahresende, kleine Kapitalgesellschaften bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang bis zu sechs Monate (§ 264 Abs. 1 Satz 3 und 4 HGB).
  • Feststellung der GmbH: acht Monate, kleine Gesellschaften elf Monate (§ 42a Abs. 2 GmbHG).
  • Offenlegung beim Unternehmensregister: zwölf Monate (§ 325 Abs. 1a HGB), kapitalmarktorientierte Gesellschaften vier Monate (§ 325 Abs. 4 HGB).
  • E-Bilanz und Steuererklärungen: mit der Körperschaftsteuererklärung, für nicht beratene Gesellschaften sieben Monate nach Jahresende (§ 149 Abs. 2 AO), beraten Ende Februar des zweiten Folgejahres.
  • Versäumnis: Ordnungsgeldverfahren des Bundesamts für Justiz ab 2.500 € (§ 335 HGB).

Kosten im Detail · Fristen im Detail · Fristenrechner

Davor die Buchhaltung, danach die Steuern: dieselbe Arbeitsteilung

Der Jahresabschluss ist ein Glied einer Kette. Die Trennung zwischen KI-Vorschlag, deterministischer Rechnung und menschlicher Freigabe gilt in allen drei Modulen.

Vor dem Abschluss liegt die laufende Buchhaltung. Wird sie in derselben Umgebung geführt, ist die Summen- und Saldenliste kein Export mehr, sondern der Datenbestand, aus dem der Abschluss liest; die KI hat dort Belege gelesen, Konten vorgeschlagen und Bankumsätze offenen Posten zugeordnet, ein Mensch hat Monate festgeschrieben. Der festgestellte Abschluss sperrt danach das Journal des Jahres, damit Zahlen und Buchungen nicht auseinanderlaufen. Wie das im Detail funktioniert: Buchhaltung mit KI.

Nach dem Abschluss kommen E-Bilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss ist der Startpunkt, die Überleitung zur Steuerbilanz arbeitet mit einem Katalog von Abweichungen je Rechtsnorm, gerechnet wird deterministisch, geprüft mit ERiC, übermittelt direkt an ELSTER nach Ihrer Freigabe. Was direkt geht und was gesperrt bleibt: Steuern mit KI.

Gesetzliche Grundlagen und Grenzen

Die Links führen zu den amtlichen Fassungen. Diese Produktbeschreibung ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder prüferische Einzelfallbeurteilung.

Datenschutz und AVV: kein Training bedeutet nicht keine Übermittlung

Dauerhafte Plattformdaten liegen in der EU (Irland). Für KI-Funktionen erforderliche Inhalte werden an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt; dabei ist Verarbeitung außerhalb der EU möglich. Training mit Kundendaten ist vertraglich ausgeschlossen. Diese Zusage bedeutet deshalb weder, dass keine Daten übertragen werden, noch dass jeder Einsatz allein dadurch DSGVO-konform ist.

Prüfen Sie den konkreten Zweck, die erforderlichen Inhalte, Zugriffsrechte, Empfänger und Speicherfristen. Für eingestellte Inhaltsdaten bleiben Sie beziehungsweise Ihre Kanzlei verantwortlich; der Anbieter verarbeitet sie nach dem AVV. Die Datenschutzerklärung nennt Empfängerkategorien und Drittlandsgarantien; die Sicherheitsseite beschreibt Schutzmaßnahmen. Die vollständige namentliche Empfängerliste erhalten Sie als Vertragsunterlage auf Anforderung.

Der Leitfaden KI und DSGVO in der Buchhaltung trennt Speicherung, Verarbeitung, Übermittlung und Löschung anhand einer Datenfluss-Tabelle. Nutzen Sie diese Unterscheidung auch bei der Prüfung einzelner Belege und bei der Auswahl von Angaben für Freitextfelder.

Weiterführende Seiten

Jahresabschluss Software | Buchhaltung mit KI | Steuern mit KI | Software-Vergleich | Jahresabschluss automatisieren | Bilanz erstellen | Anhang erstellen | GmbH Jahresabschluss | Ohne Steuerberater | KI in der Buchhaltung | ChatGPT für den Jahresabschluss | KI-Kontierung | Anhang mit KI erstellen | Lagebericht mit KI

Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Die KI schlägt die Zuordnung von Konten zu HGB-Positionen vor und formuliert Entwürfe für Anhang und Lagebericht aus freigegebenen Eingaben. Rechenprüfungen wie Aktiva = Passiva und Schwellenwerte laufen deterministisch. Bewertung, Vollständigkeit und Freigabe bleiben fachliche Entscheidungen des Menschen.

Der Workflow bildet HGB-Strukturen, Größenklassen, Pflichtangaben und Gliederungsvorschriften ab. KI-Vorschläge können trotzdem fehlerhaft oder unvollständig sein; Sie prüfen und geben den Abschluss fachlich frei.

Ausgangspunkt ist eine vollständige Summen- und Saldenliste, möglichst als strukturierte CSV- oder Excel-Datei. Hinzu kommen Vorjahreswerte, Stammdaten, Anlagen- und Rückstellungsnachweise sowie Antworten zu Sachverhalten, die nicht in der Saldenliste stehen. Ein Zahlenexport allein reicht für einen vollständigen Abschluss nicht aus.

Nein. Die Software unterstützt bei Erstellung, Prüfung und Dokumentation, ersetzt aber keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Bei mittelgroßen und großen Gesellschaften bleibt außerdem die gesetzliche Abschlussprüfung erforderlich.

Nein. Dauerhafte Plattformdaten liegen in der EU (Irland). Erforderliche Inhalte können zur Erstellung des Jahresabschlusses an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt werden, bei möglichem Drittlandbezug mit geeigneten Garantien. Es findet kein Training mit Kundendaten statt.

Ein allgemeiner KI-Chat kann Fachfragen erklären und Texte entwerfen. Für einen prüfbaren Abschluss brauchen Sie zusätzlich eine verlässliche Datenübernahme, nachvollziehbare Kontenzuordnungen, feste Rechenregeln und passende Ausgabeformate. Jahresabschluss.io verbindet diese Arbeitsschritte mit editierbaren KI-Entwürfen und Ihrer fachlichen Freigabe.

KI kann aus einer abgestimmten Saldenliste Kontenzuordnungen für eine HGB-gegliederte Bilanz und GuV vorschlagen. Größenklasse, Summen und Vorjahresvergleich werden regelbasiert berechnet. Nicht aus der Saldenliste ableitbare Sachverhalte sowie Ansatz-, Bewertungs- und Freigabeentscheidungen müssen Menschen ergänzen und verantworten.

Der erste Jahresabschluss je Arbeitsbereich ist gratis. Danach gilt ein Festpreis je Größenklasse — ab 250 € für Kleinstkapitalgesellschaften. Es gibt kein Abo und keine Einrichtungsgebühr; Sie zahlen pro erstelltem Abschluss.

Entscheidend ist der Export, nicht der Produktname. Strukturierte Summen- und Saldenlisten als CSV oder Excel sind der verlässlichste Ausgangspunkt. Prüfen Sie nach dem Upload Spalten, Vorzeichen, Kontenrahmen, Vorjahreswerte und Gesamtsummen in der Importvorschau; nicht jedes herstellerspezifische PDF-, XML- oder Stapelformat ist automatisch gleichwertig.

Sie können KI als Hilfsmittel für Kontenzuordnung und Textentwürfe einsetzen. Die Aufstellungspflicht der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB bleibt bestehen. Ein freigegebener Vorschlag ersetzt weder die erforderliche Unterschrift nach § 245 Satz 1 HGB noch eine gesetzlich notwendige Abschlussprüfung.

Ein Sprachmodell übernimmt keine gesetzliche Organverantwortung. Die gesetzlichen Vertreter bleiben für die Aufstellung nach § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB zuständig. Welche Ansprüche gegen einen Softwareanbieter oder einen beauftragten Berater bestehen, hängt vom Vertrag und vom Einzelfall ab; die Software sagt keine pauschale Fehlerfreiheit zu.

Prüfen Sie zunächst den Pflichtumfang Ihrer Gesellschaft. Ergänzen Sie Angaben, die nicht aus Konten und Salden hervorgehen, etwa Restlaufzeiten, Sicherheiten, Verpflichtungen oder Bewertungsmethoden. Vergleichen Sie jeden Entwurf mit den Unterlagen; eine sprachlich flüssige Aussage ist noch kein Nachweis ihres Inhalts.

Nein. Die interne Freigabe dokumentiert einen geprüften Bearbeitungsstand. Bei einer GmbH entscheiden die Gesellschafter über Feststellung und Ergebnisverwendung nach § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG. Anschließend ist die zutreffende Fassung für die Offenlegung beziehungsweise Hinterlegung bereitzustellen; ein Dateiexport belegt noch keine Einreichung.

Verfolgen Sie den Saldo vom ursprünglichen Konto bis zur neuen Bilanz- oder GuV-Position. Vergleichen Sie danach Summen, Vorjahresdarstellung und abhängige Angaben. Halten Sie den Grund der Korrektur fest und prüfen Sie die endgültige Ausgabe erneut. Eine Änderung der Gliederung darf keinen zweiten Geschäftsvorfall erzeugen.

Den Workflow mit eigenen Daten prüfen

Starten Sie mit einer Saldenliste, prüfen Sie Import und Kontenzuordnung und entscheiden Sie dann, ob der nachvollziehbare HGB-Workflow zu Ihrem Abschluss passt.