Welche Unterlagen brauche ich für den Start?
Mit dieser Checkliste erkennen Sie vor dem Upload, welche Informationen bereits vorliegen und was Sie noch klären müssen.
- Saldenliste: vollständiger Kontenbestand zum Abschlussstichtag mit Kontonummern, Bezeichnungen und Salden. Stimmen Sie Bankkonten, offene Posten und die Gesamtsummen mit Ihrer Buchhaltung ab.
- Vorjahr: Vorjahresabschluss und Vergleichszahlen, sofern vorhanden. Bei einem ersten Geschäftsjahr sind Eröffnungswerte und der Zeitraum zu klären.
- Nachweise: Anlagenverzeichnis, Darlehensunterlagen und Belege zu Rückstellungen, Abgrenzungen und anderen Abschlusspositionen. Fehlende Geschäftsvorfälle kann die KI aus einer Saldenliste allein nicht erkennen.
- Unternehmensangaben: Rechtsform, Geschäftsjahr, Größenklasse und Angaben für einen gegebenenfalls erforderlichen Anhang oder Lagebericht.
Saldenliste für den Import vorbereiten · Preise und enthaltene Leistungen
Ein Beispiel: Was eine ausgeglichene Bilanz noch nicht beweist
Vereinfachtes Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen, keine Kundenfallstudie.
Ihre Saldenliste enthält 12.000 € Bankguthaben und 8.000 € Forderungen. Dem stehen 5.000 € Eigenkapital und 15.000 € Verbindlichkeiten gegenüber. Beide Bilanzseiten ergeben 20.000 €: Die rechnerische Gleichheit ist erfüllt.
Ob die Forderungen noch werthaltig sind oder eine Rechnung zum Stichtag fehlt, sagt diese Gleichheit nicht aus. Dafür benötigen Sie Nachweise und eine fachliche Beurteilung. Die KI kann Konten zuordnen und Texte vorbereiten; eine erfolgreiche Rechenprüfung ersetzt diese Beurteilung nicht.
Prüfen Sie deshalb zuerst die Daten und Abschlussbuchungen, anschließend Zuordnung und Berichtsangaben und zuletzt die Ausgabe. So bleibt nachvollziehbar, wie aus Ihrer Buchhaltung der Abschluss entstanden ist.
Den Workflow mit eigenen Daten prüfen
Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.
Was die KI im Jahresabschluss übernimmt
Jahresabschluss.io setzt KI bei Zuordnung und Textentwürfen ein. Rechenprüfungen bleiben deterministisch; fachliche Urteile bleiben beim Menschen.
KI-Kontenzuordnung
KI-Anhang-Entwurf
KI-Lagebericht
Deterministische Konsistenzprüfung
Wer entscheidet was? KI, Regeln und fachliche Freigabe
Diese Verantwortungstrennung ist der wichtigste Qualitätsmechanismus im Workflow.
KI schlägt vor
Regeln rechnen
Menschen verantworten
KI-Vorschlag, feste Rechenregel und Entscheidung im Überblick
| Arbeitsschritt | KI unterstützt | Feste Regeln prüfen | Sie entscheiden |
|---|---|---|---|
| Saldenliste übernehmen | Spalten und Konten einordnen | Übernommene Werte und Summen | Vollständigkeit, Stichtag und richtige Datei |
| Bilanz und GuV gliedern | HGB-Position je Konto vorschlagen | Summen und Bilanzgleichung | Sachlich richtige Zuordnung und Bewertung |
| Anhang vorbereiten | Text aus bestätigten Antworten entwerfen | Pflichtumfang und offene Angaben | Tatsachen, Wahlrechte und Formulierungen |
| Lagebericht vorbereiten | Vorliegende Aussagen strukturieren | Offene Berichtsteile anzeigen | Prognosen, Risiken und belastbare Grundlagen |
| Abschluss freigeben | Keine eigene Organentscheidung | Offene Punkte und Konsistenz | Freigabe, Unterzeichnung und erforderliche Beschlüsse |
Diese Aufteilung hilft bei der Prüfung einzelner Ergebnisse. Ein passend benanntes Konto kann trotzdem einen ungewöhnlichen Sachverhalt enthalten. Beispielsweise ist ein Saldo mit der Bezeichnung „Darlehen“ ohne Vertrag, Restlaufzeit und Angaben zum Vertragspartner noch nicht sicher eingeordnet. Die vorgeschlagene Position ist der Beginn der Prüfung. Halten Sie fest, welche Unterlage die Zuordnung begründet und ob Angaben an anderer Stelle ergänzt werden müssen.
Auch ein grüner Rechenhinweis beantwortet nur die konkrete Rechenfrage. Wenn Aktiva und Passiva übereinstimmen, ist damit die Gleichheit der beiden Summen belegt. Daraus folgt keine Aussage darüber, ob sämtliche Verpflichtungen erfasst oder Forderungen ausreichend wertberichtigt sind. Prüfen Sie deshalb fachliche Fragen anhand Ihrer Unterlagen und behandeln Sie eine rechnerische Prüfung als zusätzlichen Kontrollschritt.
Bestandteile und Aufstellungsfristen nach Größenklasse
| Größenklasse | Unterlagen für die Aufstellung | GJ 2025 | GJ 2026 |
|---|---|---|---|
| Kleinst | Bilanz und GuV; Anhangverzicht nur mit erforderlichen Angaben unter der Bilanz; kein Lagebericht | Bis 30.06.2026 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang | Bis 30.06.2027 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang |
| Klein | Bilanz, GuV und Anhang; kein Lagebericht | Bis 30.06.2026 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang | Bis 30.06.2027 bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang |
| Mittelgroß | Bilanz, GuV und Anhang sowie Lagebericht | Bis 31.03.2026 | Bis 31.03.2027 |
| Groß | Bilanz, GuV und Anhang sowie Lagebericht | Bis 31.03.2026 | Bis 31.03.2027 |
Wählen Sie den Pflichtumfang vor dem Schreiben der Texte. Eine Kleinstgesellschaft darf einen vorhandenen Anhang nicht einfach löschen: Zuerst müssen die Voraussetzungen des Anhangverzichts geprüft und die erforderlichen Angaben unter der Bilanz vollständig gemacht werden. Ebenso gehört die GuV zum aufzustellenden Abschluss, auch wenn für die spätere Hinterlegung ein geringerer Umfang genügt.
Prüfen Sie außerdem, ob eine Abschlussprüfung erforderlich ist. Bei mittelgroßen und großen Kapitalgesellschaften verlangt § 316 Abs. 1 Satz 1 und 2 HGB die Prüfung; ohne sie kann der Abschluss nicht festgestellt werden. Eine interne Durchsicht mit Kommentaren oder die Freigabe durch einen zweiten Nutzer ersetzt diese gesetzliche Prüfung nicht.
Ein prüfbarer Ablauf von der Importvorschau bis zur Ausgabe
1. Den Ausgangsstand sichern. Bewahren Sie den ursprünglichen Export mit Stichtag und Herkunft auf. Klären Sie, ob alle Abschlussbuchungen enthalten sind und ob die Saldenliste das vollständige Geschäftsjahr abdeckt. Bei mehreren Dateien muss erkennbar sein, welche Fassung zuletzt abgestimmt wurde. Ein späterer Vergleich hilft nur, wenn er dieselbe Gesellschaft, denselben Zeitraum und denselben Buchungsstand betrifft.
2. Die Importvorschau abgleichen. Kontrollieren Sie Kontonummern, Bezeichnungen, Salden und Vorzeichen anhand ausgewählter Konten und der Gesamtsummen. Unterscheiden Sie leere Felder von Nullwerten. Prüfen Sie Vorjahreszahlen gesondert, denn eine korrekt übernommene aktuelle Saldenliste bestätigt die Vergleichswerte noch nicht. Eine falsch erkannte Spalte korrigieren Sie, bevor Sie einzelne Zuordnungen bearbeiten.
3. Sachverhalte klären. Gehen Sie ungeklärte Konten und auffällige Veränderungen durch. Legen Sie Darlehensverträge, Anlagenunterlagen und Belege zu Abschlussbuchungen daneben. Beantworten Sie den Fragebogen aus diesen Quellen. Fehlt eine Information, bleibt der Punkt offen, bis er geklärt ist. Eine plausibel klingende Annahme der KI sollte nicht unbemerkt in einen Bericht übernommen werden.
4. Gemeinsam prüfen. Nutzen Sie Kommentare am betroffenen Abschnitt, damit Zahl und Rückfrage zusammenbleiben. Lassen Sie kritische Zuordnungen, Wahlrechte und ungewöhnliche Geschäftsvorfälle fachlich beurteilen. Die auf der Produktseite zum Jahresabschluss beschriebenen Rollen, Änderungen und Freigaben unterstützen diese Zusammenarbeit. Sie bestimmen, welche Person die fachliche Prüfung tatsächlich übernimmt.
5. Die ausgegebene Fassung lesen. Vergleichen Sie die endgültige Bilanz, GuV und die Berichtstexte mit dem freigegebenen Zahlenstand. Kontrollieren Sie Geschäftsjahr, Gesellschaft und Vergleichswerte sowie die gewählte Aufstellungs- oder Offenlegungsfassung. Die Software erzeugt die Einreichungsdatei für das Unternehmensregister; die Einreichung erfolgt dort gesondert. Sichern Sie den Nachweis des tatsächlichen Eingangs.
Typische Fehler bei einem Jahresabschluss mit KI
Zuordnung mit Bewertung verwechseln. Wird eine Forderung dem richtigen HGB-Posten zugeordnet, ist damit ihre Werthaltigkeit noch nicht beurteilt. Kontrollieren Sie offene Posten und verfügbare Nachweise. Eine erforderliche Abschlussbuchung muss in den abgestimmten Zahlenbestand einfließen; eine andere Bezeichnung im Bericht allein verändert den Sachverhalt nicht.
Texte vor den Zahlen freigeben. Ein Anhangentwurf kann zu einem älteren Bearbeitungsstand passen. Prüfen Sie nach Änderungen der Bilanz oder GuV deshalb erneut die dazugehörigen Aussagen, Beträge und Vorjahresvergleiche. Achten Sie insbesondere auf Formulierungen wie „unverändert“, „vollständig“ oder „keine“, die nur nach tatsächlicher Prüfung übernommen werden sollten.
Erstellung, Feststellung und Übermittlung zusammenziehen. Das fertige Dokument ist ein Arbeitsergebnis. Die Unterzeichnung richtet sich nach § 245 Satz 1 HGB; bei der GmbH folgen Feststellung und Ergebnisverwendung nach § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG. Die steuerliche E-Bilanz und die Einreichung beim Unternehmensregister sind wiederum eigene Vorgänge mit eigenen Nachweisen.
Warum KI für den Jahresabschluss?
KI kann wiederkehrende Zuordnungs- und Entwurfsarbeit reduzieren; der konkrete Zeitgewinn hängt von Datenqualität, Umfang und Prüfbedarf ab.
HGB-strukturiert
Datenschutz mit nachvollziehbarem Datenweg
Mensch prüft und entscheidet
So funktioniert der KI-gestützte Jahresabschluss
In vier Schritten von der Saldenliste zum fertigen HGB-Abschluss.
1. Daten importieren und abstimmen
2. Kontenvorschläge prüfen
3. Abschlussfragen beantworten
4. Review und Ausgabe
KI-Bilanzierung: Wo künstliche Intelligenz in der Bilanz konkret hilft
KI-Bilanzierung heißt nicht, dass ein Sprachmodell Ihre Bilanz „erfindet“: KI unterstützt die Zuordnung, feste Regeln prüfen die Rechenlogik und Menschen entscheiden Fachfragen.
Ein wiederkehrender Arbeitsschritt der Bilanzierung ist die Strukturierung: Hunderte Konten müssen den richtigen Positionen der HGB-Gliederung nach § 266 (Bilanz) und § 275 HGB (GuV) zugeordnet werden — passend zur Größenklasse, zum Kontenrahmen und zur Vorjahresdarstellung. Genau hier setzt die KI-Bilanzierung an: Sie analysiert den Kontenrahmen (SKR03, SKR04 oder individuell), schlägt für jedes Konto eine Bilanz- oder GuV-Position vor und stellt vorhandene Vorjahreswerte gegenüber.
Dazu kommen feste Konsistenzprüfungen: Aktiva müssen den Passiva entsprechen, das GuV-Ergebnis muss zum Eigenkapital passen und größenabhängige Felder müssen im Workflow bearbeitet sein. Diese Regeln markieren rechnerische oder strukturelle Auffälligkeiten. Sie können aber nicht erkennen, ob ein Vertrag, eine Rückstellung oder ein nicht gebuchter Sachverhalt in den Eingangsdaten vollständig fehlt.
Ebenso wichtig ist, was die KI bewusst nicht entscheidet: Bewertungswahlrechte — etwa die Höhe von Rückstellungen, Abschreibungsmethoden oder die Ausübung von Aktivierungswahlrechten — bleiben fachliche Entscheidungen. Die Software macht diese Entscheidungen sichtbar und dokumentiert sie, trifft sie aber nicht eigenmächtig. Das unterscheidet seriöse KI-Bilanzierung von einem Sprachmodell, das plausibel klingende Zahlen generiert.
Vom Jahresbericht zum vollständigen Abschluss: was die KI erstellt
Bilanz und GuV sind nur der Anfang — je nach Größenklasse gehören Anhang, Lagebericht und Offenlegung dazu.
Wer nach einem „Jahresbericht mit KI“ sucht, meint meist das Gesamtpaket zum Geschäftsjahresende: den Jahresabschluss aus Bilanz und GuV, dazu — abhängig von der Größenklasse — den Anhang mit seinen Pflichtangaben und bei mittelgroßen und großen Gesellschaften den Lagebericht nach § 289 HGB. Der Workflow verbindet diese Bestandteile: Aus der Saldenliste entsteht nach geprüfter Kontenzuordnung ein Bilanz- und GuV-Entwurf, aus Finanzdaten und einem strukturierten Fragebogen ein Anhang-Entwurf und ein gegebenenfalls erforderlicher Lagebericht-Entwurf greift die vom Unternehmen freigegebenen Angaben zu Geschäftsverlauf, Lage und Risiken auf. Vollständig werden diese Dokumente erst durch die fachliche Prüfung und Ergänzung.
Nach der Freigabe folgt die Offenlegung. Je nach Größenklasse bereitet der Workflow die passende Offenlegungs- oder Hinterlegungsversion für das Unternehmensregister vor — mit den größenabhängigen Erleichterungen, die das HGB kleinen Gesellschaften einräumt. Für das Finanzamt erzeugt das getrennte E-Bilanz-Modul einen Datensatz nach § 5b Abs. 1 Satz 1 EStG. Für unterstützte Fälle folgt der ELSTER-Versand erst nach Prüfung und Freigabe.
Für wen ist die KI-Software geeignet?
Jahresabschluss.io richtet sich an alle, die Jahresabschlüsse für deutsche Kapitalgesellschaften erstellen.
Geschäftsführer
Steuerberater und Kanzleien
Finanzteams
Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss mit KI im Vergleich: Steuerberater, Tabellenkalkulation, allgemeiner KI-Chat
Vier Wege zum Abschluss – wer was übernimmt, was es kostet und wo die Verantwortung liegt.
| Kriterium | Jahresabschluss mit KI (diese Software) | Steuerkanzlei | Tabellenkalkulation | Allgemeiner KI-Chat |
|---|---|---|---|---|
| Kontenzuordnung zu § 266 / § 275 HGB | KI-Vorschlag je Konto, sichtbar und korrigierbar | Kanzlei-Software, Kanzlei entscheidet | von Hand | Text, keine Zuordnung Ihrer Konten |
| Rechenwege (Bilanzsumme, Größenklasse, Spiegel) | deterministisch, gleiche Eingabe = gleiches Ergebnis | Kanzlei-Software | eigene Formeln, fehleranfällig | unzuverlässig |
| Anhang und Lagebericht | Entwurf aus Fragebogen und freigegebenen Zahlen, Pflichtangaben je Größenklasse aus der Matrix | Kanzlei formuliert | Vorlage suchen | Entwurf ohne Bezug zu Ihren Zahlen |
| Offenlegung | Einreichungsdatei für das Unternehmensregister mit Vollständigkeitsprüfung | Kanzlei reicht ein | Sie müssen das Format kennen | nein |
| Prüfung und Freigabe | Vier-Augen-Prinzip, Kommentare, Änderungsverfolgung, Protokoll | Kanzlei intern | keine | keine |
| Verantwortung | bleibt bei den gesetzlichen Vertretern (§ 264 HGB) | Kanzlei haftet für ihre Leistung | bei Ihnen | bei Ihnen |
| Kosten | erster Abschluss gratis, danach 250 € bis 5.000 € je Größenklasse | nach StBVV, je Gegenstandswert | Arbeitszeit | Abo des Chat-Anbieters |
Die Wege schließen sich nicht aus: Viele Gesellschaften erstellen den Abschluss mit der Software und laden die Kanzlei als Prüferin in den Arbeitsbereich ein. Sie sieht dieselben Zahlen, dieselbe Kontenzuordnung und dasselbe Protokoll.
Kosten und Fristen kompakt
Festpreis je Geschäftsjahr und Gesellschaft, kein Abonnement. Fristen für ein Geschäftsjahr zum 31. Dezember, Orientierung ohne Rechtsberatung.
| Größenklasse (§ 267, § 267a HGB) | Preis je Abschluss |
|---|---|
| Kleinstkapitalgesellschaft | 250 € |
| Kleine Kapitalgesellschaft | 500 € |
| Mittelgroße Kapitalgesellschaft | 2.500 € |
| Große Kapitalgesellschaft | 5.000 € |
| e.K., OHG, KG, GbR, PartG (einfaches Regime) | 250 € |
Der erste Jahresabschluss je Arbeitsbereich ist kostenlos. Im Gesamtpaket der Buchhaltung ist ein Abschluss je Gesellschaft und zwölf Monate enthalten. E-Bilanz 20 € je Wirtschaftsjahr.
- Aufstellung: drei Monate nach Geschäftsjahresende, kleine Kapitalgesellschaften bei ordnungsgemäßem Geschäftsgang bis zu sechs Monate (§ 264 Abs. 1 Satz 3 und 4 HGB).
- Feststellung der GmbH: acht Monate, kleine Gesellschaften elf Monate (§ 42a Abs. 2 GmbHG).
- Offenlegung beim Unternehmensregister: zwölf Monate (§ 325 Abs. 1a HGB), kapitalmarktorientierte Gesellschaften vier Monate (§ 325 Abs. 4 HGB).
- E-Bilanz und Steuererklärungen: mit der Körperschaftsteuererklärung, für nicht beratene Gesellschaften sieben Monate nach Jahresende (§ 149 Abs. 2 AO), beraten Ende Februar des zweiten Folgejahres.
- Versäumnis: Ordnungsgeldverfahren des Bundesamts für Justiz ab 2.500 € (§ 335 HGB).
Davor die Buchhaltung, danach die Steuern: dieselbe Arbeitsteilung
Der Jahresabschluss ist ein Glied einer Kette. Die Trennung zwischen KI-Vorschlag, deterministischer Rechnung und menschlicher Freigabe gilt in allen drei Modulen.
Vor dem Abschluss liegt die laufende Buchhaltung. Wird sie in derselben Umgebung geführt, ist die Summen- und Saldenliste kein Export mehr, sondern der Datenbestand, aus dem der Abschluss liest; die KI hat dort Belege gelesen, Konten vorgeschlagen und Bankumsätze offenen Posten zugeordnet, ein Mensch hat Monate festgeschrieben. Der festgestellte Abschluss sperrt danach das Journal des Jahres, damit Zahlen und Buchungen nicht auseinanderlaufen. Wie das im Detail funktioniert: Buchhaltung mit KI.
Nach dem Abschluss kommen E-Bilanz, Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss ist der Startpunkt, die Überleitung zur Steuerbilanz arbeitet mit einem Katalog von Abweichungen je Rechtsnorm, gerechnet wird deterministisch, geprüft mit ERiC, übermittelt direkt an ELSTER nach Ihrer Freigabe. Was direkt geht und was gesperrt bleibt: Steuern mit KI.
Gesetzliche Grundlagen und Grenzen
Die Links führen zu den amtlichen Fassungen. Diese Produktbeschreibung ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder prüferische Einzelfallbeurteilung.
Datenschutz und AVV: kein Training bedeutet nicht keine Übermittlung
Dauerhafte Plattformdaten liegen in der EU (Irland). Für KI-Funktionen erforderliche Inhalte werden an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt; dabei ist Verarbeitung außerhalb der EU möglich. Training mit Kundendaten ist vertraglich ausgeschlossen. Diese Zusage bedeutet deshalb weder, dass keine Daten übertragen werden, noch dass jeder Einsatz allein dadurch DSGVO-konform ist.
Prüfen Sie den konkreten Zweck, die erforderlichen Inhalte, Zugriffsrechte, Empfänger und Speicherfristen. Für eingestellte Inhaltsdaten bleiben Sie beziehungsweise Ihre Kanzlei verantwortlich; der Anbieter verarbeitet sie nach dem AVV. Die Datenschutzerklärung nennt Empfängerkategorien und Drittlandsgarantien; die Sicherheitsseite beschreibt Schutzmaßnahmen. Die vollständige namentliche Empfängerliste erhalten Sie als Vertragsunterlage auf Anforderung.
Der Leitfaden KI und DSGVO in der Buchhaltung trennt Speicherung, Verarbeitung, Übermittlung und Löschung anhand einer Datenfluss-Tabelle. Nutzen Sie diese Unterscheidung auch bei der Prüfung einzelner Belege und bei der Auswahl von Angaben für Freitextfelder.
Weiterführende Seiten
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