KI-Kontenzuordnung nach HGB

KI-Kontierung — automatische Kontenzuordnung von der Saldenliste zur Bilanz

Die zeitintensivste Phase im Jahresabschluss ist das Mapping: hunderte Konten aus Kanzlei-Software, Lexware oder sevDesk müssen den richtigen Bilanz- und GuV-Positionen nach §§ 266, 275 HGB zugeordnet werden. KI-Kontierung erledigt diesen Schritt in Sekunden — strukturiert, nachvollziehbar und mit voller manueller Kontrolle. Diese Seite erklärt, wie das funktioniert und worauf es bei der HGB-Konformität ankommt.

Stand:

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Was die KI bei der Kontierung übernimmt

KI-Kontierung ersetzt nicht das fachliche Urteil — sie erledigt die mechanische Zuordnungsarbeit, damit Sie sich auf die Prüfung konzentrieren können.

Saldenliste lesen

Die KI erkennt Kontonummer, Bezeichnung, Saldo und Soll/Haben aus Kanzlei-Software-Export, Lexware-CSV, sevDesk-Datei oder beliebigem Excel — auch bei abweichenden Spaltenüberschriften.

Kontenrahmen erkennen

SKR03 und SKR04 werden anhand der Kontonummern automatisch unterschieden. Auch individuelle Kontenrahmen werden über die Bezeichnungen analysiert und zugeordnet.

Deutsche Kurzformen verstehen

Bezeichnungen wie 'L+L', 'BGA', 'AfA', 'Werbekosten', 'Sonst. betriebl. Aufw.' werden zuverlässig erkannt — ohne dass Sie Konten umbenennen müssen.

HGB-Positionen zuordnen

Jedes Konto landet in der korrekten Position nach §§ 266 und 275 HGB — Aktiv-/Passivseite, Anlage-/Umlaufvermögen, Erträge/Aufwendungen, abhängig von der Größenklasse.

HGB-Konformität bei der KI-Kontierung

Die Zuordnung folgt verbindlich den Gliederungsvorschriften des HGB.

§ 266 HGB — Gliederung der Bilanz

Aktiv- und Passivseite werden nach der gesetzlichen Reihenfolge gegliedert. Bei kleinen Kapitalgesellschaften (§ 266 Abs. 1 Satz 3 HGB) und Kleinstkapitalgesellschaften (§ 266 Abs. 1 Satz 4 HGB) verkürzt die Software die Darstellung automatisch.

§ 275 HGB — GuV nach Gesamt- oder Umsatzkostenverfahren

Sie wählen das Verfahren — die KI ordnet die Konten entsprechend zu. Beide Verfahren sind in der Software durchgehend hinterlegt.

Größenklassen nach §§ 267, 267a HGB

Kleinst, klein, mittel, groß — die Software ermittelt die Klasse aus Bilanzsumme, Umsatz und Mitarbeiterzahl und passt die Tiefe der Bilanz und GuV automatisch an.

§ 265 HGB — Stetigkeit

Die Mapping-Tabelle aus dem Vorjahr wird übernommen. Das Stetigkeitsgebot der Gliederung ist damit automatisch eingehalten.

So läuft die KI-Kontierung ab

Vier Schritte vom Kanzlei-Software-Export bis zur fertigen Mapping-Tabelle.

1. Saldenliste hochladen

CSV, Excel oder direkter Export aus Kanzlei-Software, Lexware, sevDesk. Die Software erkennt das Format automatisch und liest Kontonummer, Bezeichnung und Saldo.

2. KI ordnet zu

Innerhalb von Sekunden generiert die KI einen Mapping-Vorschlag. Eindeutige Konten werden direkt zugeordnet, unsichere ausdrücklich markiert und mit Alternativen versehen.

3. Sie prüfen und überschreiben

In der Mapping-Tabelle sehen Sie jede Zuordnung. Mit einem Klick lässt sich eine Position ändern, ein Konto splitten oder eine Anmerkung hinzufügen — die Software lernt aus Ihrer Korrektur.

4. Bilanz und GuV entstehen automatisch

Sobald das Mapping freigegeben ist, baut die Software Bilanz und GuV nach §§ 266, 275 HGB inklusive Vorjahresvergleich auf. Die Stetigkeit ist gesichert, Aktiva = Passiva wird geprüft.

Saldenliste hochladen, KI kontiert in Sekunden

Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.

ChatGPT vs. spezialisierte KI-Kontierung

Allgemeine Sprachmodelle können Konten benennen — sie können sie aber nicht zuverlässig in eine HGB-Bilanz einfügen.

ChatGPT kennt einzelne HGB-Begriffe, hat aber keine eingebaute HGB-Taxonomie und keine Größenklassen-Logik. Bei mehreren hundert Konten aus einer realen Saldenliste produziert ein allgemeines Sprachmodell unzuverlässige Ergebnisse — manche Konten landen mehrfach, andere fehlen, Pflichtpositionen werden übersprungen. Eine spezialisierte Kontierungs-KI arbeitet auf einer fest hinterlegten Taxonomie, kennt die Gliederungstiefe je Größenklasse und prüft am Ende deterministisch, ob jede Position der Saldenliste genau einer Bilanz- oder GuV-Position zugeordnet wurde. Mehr dazu auf ChatGPT für den Jahresabschluss.

Datenschutz und DSGVO

Saldenlisten enthalten sensible Geschäftszahlen — sie verdienen ein vertrauenswürdiges Verarbeitungsumfeld.

EU-Hosting

Dauerhafte Plattformdaten werden in europäischen Rechenzentren gespeichert. Erforderliche Inhalte können an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt werden; bei Drittlandbezug gelten geeignete Garantien.

Kein KI-Training

Ihre Saldenlisten und Kontobezeichnungen werden ausschließlich für Ihren Abschluss verwendet — niemals für das Training von Modellen.

AVV verfügbar

Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist standardmäßig verfügbar und Voraussetzung für den Einsatz in Steuerkanzleien und Wirtschaftsprüfung.

Weiterführende Seiten

Jahresabschluss mit KI | KI in der Buchhaltung | ChatGPT für den Jahresabschluss | Anhang mit KI erstellen | Lagebericht mit KI | Kontenrahmen SKR03/SKR04 | Kanzlei-Software-Import | Summen- und Saldenliste | Bilanz erstellen

Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

KI-Kontierung beschreibt die automatische Zuordnung von Konten aus der Summen- und Saldenliste zu HGB-Bilanz- und GuV-Positionen mithilfe Künstlicher Intelligenz. Die KI liest Kontonummer, Kontobezeichnung und Saldo, erkennt das verwendete Kontenrahmen-Schema (SKR03, SKR04 oder individuell) und ordnet jedes Konto der passenden Position nach §§ 266 und 275 HGB zu. Manuelle Eingriffe bleiben jederzeit möglich.

SKR03, SKR04 und individuelle Kontenrahmen aus Kanzlei-Software, Lexware, sevDesk, Addison oder Excel. Die KI erkennt die Struktur automatisch — Sie müssen den Kontenrahmen nicht angeben. Auch deutsche Kurzbezeichnungen wie 'L+L' (Lieferungen und Leistungen), 'BGA' (Betriebs- und Geschäftsausstattung) oder 'AfA' werden zuverlässig erkannt.

Die KI markiert unsichere Zuordnungen ausdrücklich und schlägt Alternativen vor. Sie können jede Zuordnung in der Mapping-Oberfläche prüfen, manuell überschreiben und Ihre Entscheidung speichern. Beim nächsten Abschluss übernimmt die Software Ihre individuellen Mappings automatisch — Sie kontieren ein Konto also nur einmal manuell.

Ja. Wenn die KI für ein Konto kein Ergebnis liefert oder offline ist, greift eine regelbasierte Fallback-Logik mit deutschen Stichwortlisten (Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen). Damit bleibt die Software auch ohne KI funktionsfähig. Die KI ist Hauptquelle, Regeln sind Sicherheitsnetz.

Ja. Beim Import eines Vorjahresabschlusses oder einer Vorjahres-Saldenliste werden die früheren Mappings übernommen, sodass die Vergleichszahlen in Bilanz und GuV in derselben Position erscheinen wie im Vorjahr. Das ist nach § 265 Abs. 1 HGB (Stetigkeit der Gliederung) Pflicht.

Ja. Dauerhafte Plattformdaten werden auf europäischen Servern gespeichert. Erforderliche Inhalte der Saldenliste können an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt werden, bei möglichem Drittlandbezug mit geeigneten Garantien; Mandantenname und Bankverbindungen werden dafür nicht benötigt. Es findet kein KI-Training mit Kundendaten statt. Ein AVV nach Art. 28 DSGVO ist verfügbar.

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Sehen Sie in einer kurzen Demo, wie die KI Ihre Saldenliste analysiert, Konten den HGB-Positionen zuordnet und einen prüffähigen Mapping-Vorschlag liefert — den Sie Spalte für Spalte freigeben.