Buchhaltung mit KI · doppelte Buchführung · GoBD-konform

Buchhaltung mit KI: Belege, Bank und Rechnungen automatisch kontieren, prüfen und GoBD-konform festschreiben

Buchhaltung mit KI bedeutet nicht, dass eine App Belege abfotografiert und den Rest einem Menschen überlässt. Es bedeutet eine vollständige doppelte Buchführung, in der die KI die Zuarbeit übernimmt: Sie liest Belege, schlägt Konto und Steuerschlüssel vor, ordnet Bankumsätze offenen Posten zu und bucht von allein, sobald sie sich sicher ist. Sie prüfen Ausnahmen, schreiben Monate fest und bekommen daraus Umsatzsteuer-Voranmeldung, Summen- und Saldenliste, Jahresabschluss und Steuererklärungen – ohne eine Zahl zweimal zu erfassen. Diese Seite zeigt, wie das im Detail funktioniert, wo die Automatik endet und was es kostet.

Stand:

14 Tage kostenlos mit Karte · ohne Kündigung Abo ab Tag 15 · monatlich kündbar

Was „Buchhaltung mit KI“ heißt – und was nicht

Der Begriff wird für sehr Verschiedenes benutzt. Hier ist er eng gemeint.

Viele Programme nennen sich KI-Buchhaltung, weil sie Belege per Texterkennung lesen und Beträge in eine Liste schreiben. Die eigentliche Buchführung – Soll und Haben, Journal, Kontenblätter, offene Posten, Umsatzsteuer, Festschreibung – findet dann anderswo statt, meist in der Kanzlei. Buchhaltung mit KI im engen Sinn heißt: Die doppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04 läuft im selben System, und die KI arbeitet an der Stelle, an der bisher ein Mensch Belege sortiert, kontiert und Zahlungen zugeordnet hat.

Drei Eigenschaften unterscheiden das von einer Belegablage. Erstens: Jeder Geschäftsvorfall wird als vollständige Buchung mit Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel und Beleg erfasst; die Summen- und Saldenliste entsteht daraus, nicht aus einer Schätzung. Zweitens: Jede Buchung ist nach GoBD unveränderlich verkettet und wird datumsgenau festgeschrieben. Drittens: Aus demselben Datenbestand entstehen Umsatzsteuer-Voranmeldung, betriebswirtschaftliche Auswertung, HGB-Jahresabschluss, E-Bilanz sowie Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung – ohne Export und ohne zweites Erfassen.

Die KI ist dabei eine von vier Entscheidungsquellen, und zwar die letzte. Vor ihr kommen eigene Buchungsregeln, der Geschäftspartner mit seiner bestätigten Historie und ein Kontierungslexikon typischer Geschäftsvorfälle. Das ist kein Misstrauen gegen das Modell, sondern der Grund, warum das Ergebnis erklärbar bleibt: Eine Regel und eine Historie kann man einem Betriebsprüfer zeigen, eine Modellwahrscheinlichkeit nicht.

Der Weg eines Belegs: vom Eingang bis zur festgeschriebenen Buchung

Sechs Stationen, jede einzeln nachvollziehbar.

  1. Eingang. Belege kommen per Upload, Foto vom Telefon, über das eigene E-Mail-Postfach der Gesellschaft, aus einem Cloud-Ordner, als E-Rechnung oder aus angebundenen Systemen. Weitergeleitete E-Mails werden entfaltet, die Rechnung im Anhang wird gefunden. Was kein Beleg ist – Logos, Signaturbilder, Newsletter, Arbeitsnachweise – wird vor dem Speichern erkannt und nicht zum Beleg.
  2. Erkennung. Ein PDF mit Textschicht wird als Text gelesen, nur Scans und Fotos gehen durch die Bilderkennung. Lieferant, Datum, Rechnungsnummer, Netto, Steuersatz, Brutto und Zahlungsziel werden gegen den Quelltext geprüft; eine Rechnung, deren Summe nicht zu den Positionen passt, bekommt einen Hinweis statt einer stillen Korrektur. Byte-identische Dubletten werden gar nicht gespeichert.
  3. Vorschlag. Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel und Kostenstelle kommen aus der festen Reihenfolge Regel, Partner, Lexikon, KI. Das Betriebsprofil der Gesellschaft – Branche, Kundenkreis, Mitarbeiter, Fahrzeuge, Räume – ist Kontext für die KI, nie Entscheidung. Jeder Vorschlag trägt seine Quelle und seine Sicherheit.
  4. Prüfung. Im Splitscreen steht links der Originalbeleg, rechts der Buchungsvorschlag mit Positionen. Bestätigen, ändern oder aufteilen; eine Korrektur wird gemerkt und beim nächsten Beleg desselben Partners angewendet. Ab 85 % Sicherheit bucht die Automatik von allein, mit Ausnahmen, die unten stehen.
  5. Buchung. Eingangsrechnungen buchen Aufwand und Vorsteuer gegen den Kreditor und legen den offenen Posten an; Ausgangsrechnungen buchen Forderung, Erlös und Umsatzsteuer. Die Bankzeile gleicht später den offenen Posten aus – sie bucht nie selbst in die Gewinn- und Verlustrechnung.
  6. Festschreibung. Zeiträume werden datumsgenau festgeschrieben, danach sind nur Storno- und Korrekturbuchungen möglich. Wer was wann gebucht, geändert oder storniert hat, steht im Protokoll.

Buchhaltung mit KI an den eigenen Belegen prüfen

Ab 95 € je Gesellschaft und Monat für die laufende Buchhaltung; ab 125 € mit Steuerprozessen und Jahresabschluss.

Bankumsätze: Zahlungsabgleich statt Kontierung

Die wichtigste Regel der Buchhaltung mit KI – und der häufigste Fehler anderer Systeme.

Ein Bankumsatz ist keine Rechnung. Wer ihn direkt auf ein Aufwands- oder Erlöskonto bucht, hat denselben Vorgang zweimal in der Gewinn- und Verlustrechnung, sobald auch der Beleg gebucht wird. Deshalb gilt: Aufwand und Erlös entstehen mit dem Beleg – Aufwand an Kreditor, Debitor an Umsatz –, das Geld bewegt danach nur noch die Bilanz – Kreditor an Bank, Bank an Debitor. Die KI sucht für jeden Bankumsatz zuerst den offenen Posten, den er begleicht: über die Rechnungsnummer im Verwendungszweck, den Betrag und ein Fälligkeitsfenster, das dem Zahlungsziel folgt und nicht dem Rechnungsdatum.

Findet sie keinen, wird der Umsatz auf Kreditor oder Debitor geparkt und wartet auf seinen Beleg. Drei Kartenabbuchungen über den Monat und eine Sammelrechnung am Monatsende werden in der Geschäftspartner-Akte zusammengeführt, mit Vorschlag und Begründung in Worten. Bewusste Ausnahmen von der Regel: Gebühren von Zahlungsdienstleistern (zu ihnen kommt nie eine Rechnung, der Auszug ist der Beleg), Anzahlungen (die Steuer entsteht mit der Vereinnahmung, § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a Satz 4 UStG) und die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, bei der der Geldfluss selbst der Erfolgszeitpunkt ist.

Zahlungsdienstleister liefern zu jeder Zeile mit, was sie ist – Auszahlung, Gebühr, Kundenzahlung, Rückerstattung. Diese Fakten werden gelesen statt aus dem Verwendungszweck geraten: Eine Auszahlung ist Geldtransit, eine Gebühr Nebenkosten des Geldverkehrs, eine Kundenzahlung gleicht eine Forderung aus. Ein gleicher Betrag am gleichen Tag ist dagegen kein Beweis für eine Umbuchung; dafür braucht es zwei verschiedene Konten und vereinbare Gegenparteien.

Automatik: wann die KI selbst bucht – und wann nie

Der Produktstandard ist Autopilot. Die Grenzen sind fest und nicht verhandelbar.

Bucht von allein

  • Vorschläge mit mindestens 85 % Sicherheit aus Regel, Partnerhistorie, Lexikon oder KI.
  • Bankumsätze, die einen offenen Posten eindeutig ausgleichen, oder die als Geldtransit, Kreditor- oder Debitorposten vollständig sind.
  • Anlagegüter: Register angelegt, Nutzungsdauer aus dem Sachverhalt (Notebook drei Jahre, nicht acht), GWG bis 800 € netto sofort abgeschrieben – gebucht mit Hinweis.
  • Abgrenzungen: Rechnungen mit Leistungszeitraum über den Stichtag werden periodengerecht verteilt und automatisch aufgelöst.
  • Kautionen, Umbuchungen, Privatentnahmen und -einlagen nach dem Kontierungslexikon.

Bleibt immer Prüfung

  • Reverse Charge, innergemeinschaftlicher Erwerb, Einfuhrumsatzsteuer – jede Buchung mit Steuerumkehr.
  • Belege ohne verlässliche Erkennung: unleserliche Scans, fehlende Beträge, widersprüchliche Summen.
  • Bankumsätze ohne Gegenpartei: Sie benennen den Kreditor oder Debitor, die Zeile wird nicht still auf ein Sammelkonto gebucht.
  • Buchungen in festgeschriebene Zeiträume oder in ein Jahr mit festgestelltem Abschluss – dort ist nur der Weg über Sperre aufheben oder Storno offen.
  • Alles, was eine Gesellschaft ausdrücklich zur Prüfung erklärt: Betragsgrenze, nur freigegebene Regeln, Automatik aus.

Ein gelernter Vorschlag kann nie von allein buchen, bevor ein Mensch ihn bestätigt hat: Aus einem Buchungsstapel destillierte Zuordnungen und noch nicht bestätigte Merkeinträge bleiben unter der Automatikschwelle. Ob die Automatik gut arbeitet, ist messbar: Die Karte „Trefferquote der Kontierung“ zeigt je Quelle, wie oft ein Vorschlag so gebucht wurde, wie er kam – im 90-Tage-Fenster und erst ab 20 messbaren Zeilen, damit keine Prozentzahl behauptet wird, die nur Zufall ist.

Was aus der Buchhaltung mit KI entsteht: ein Datenbestand, alle Pflichten

Die Buchhaltung ist nicht das Ziel, sondern die Quelle.

Umsatzsteuer-Voranmeldung. Jede Buchung trägt ein eigenes Umsatzsteuer-Periodendatum nach § 13 und § 15 UStG – Leistungszeitpunkt für die Steuer, Leistung und Rechnung für die Vorsteuer. Die Voranmeldung wird daraus abgeleitet, je Steuerschlüssel verprobt und mit Kennzahlen, Zahllast und Aufriss je Kennzahl gezeigt, bevor sie direkt an ELSTER geht. Eine nachgereichte Rechnung landet im richtigen Monat, nicht im Monat des Uploads.

Summen- und Saldenliste, BWA, Vorschau. Eröffnungssaldo, Verkehr und Schlusssaldo je Konto stehen jederzeit bereit; die betriebswirtschaftliche Auswertung vergleicht mit dem Vorjahr und lässt sich bis zur einzelnen Buchung aufreißen; die Bilanz- und GuV-Vorschau zeigt unterjährig, wo der Abschluss heute stünde.

Jahresabschluss, E-Bilanz, Steuern. Dieselbe Saldenliste ist die Grundlage für den HGB-Jahresabschluss mit Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht, für die E-Bilanz nach § 5b EStG und für Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung. Der festgestellte Abschluss sperrt das Journal des Jahres, damit Zahlen und Buchungen nicht auseinanderlaufen; eine Korrektur geht über das Aufheben der Sperre, protokolliert. Wie das weitergeht, steht unter Jahresabschluss mit KI und Steuern mit KI.

Der Funktionsumfang im Überblick

Jede Zeile ist eine Funktion, die heute im Produkt steht.

Funktionen der Buchhaltung mit KI
BereichUmfang
BuchungskernDoppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04; Journal (Grundbuch), Kontenblätter mit fortlaufendem Saldo, Nebenbücher für Debitoren, Kreditoren, Anlagen, Kasse und Lohn; Buchungsvorlagen, Dauerbuchungen, Umbuchungen; zusätzliche Steuer-, IFRS-, Konzern- oder Managementbücher je Gesellschaft.
BelegeEingang per Upload, Foto, eigenem E-Mail-Postfach je Gesellschaft, Cloud-Ordner oder E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD); Erkennung von Lieferant, Datum, Nummer, Netto, Steuersatz, Brutto und Zahlungsziel; Prüfung im Splitscreen mit Originalbeleg neben dem Buchungsvorschlag; Logos, Signaturen und Newsletter werden gar nicht erst zu Belegen.
KontierungReihenfolge: eigene Buchungsregel, Geschäftspartner und Historie, Kontierungslexikon, KI; Betriebsprofil (Branche, Kundenkreis, Mitarbeiter, Fahrzeuge) als Kontext; Automatikkonten mit festem Steuerschlüssel; Konfidenz je Vorschlag; Trefferquote je Quelle messbar.
Bank und ZahlungenPSD2-Anbindung oder Import von CSV, MT940, CAMT; Zahlungsabgleich gegen offene Ausgangs- und Eingangsrechnungen über Rechnungsnummer, Betrag und Fälligkeit; Zahlungsdienstleister-Feeds (Auszahlung, Gebühr, Kundenzahlung als Fakt gelesen); Kassenbuch mit Storno statt Löschen; SEPA-Zahlläufe mit Skonto und Vier-Augen-Freigabe.
Rechnungen und offene PostenAusgangsrechnungen, Gutschriften und Stornos mit lückenloser Nummer, E-Rechnung im XRechnung- oder ZUGFeRD-Format; Debitoren- und Kreditoren-OPOS mit Teilzahlungen und Restbeträgen; Mahnlauf mit Mahnstufen, Gebühren und Verzugszinsen; Geschäftspartner-Akte mit Zuordnung bereits gebuchter Zahlungen.
Abschlussnahe BuchhaltungAnlagenbuchhaltung mit Zugängen, Abgängen, GWG bis 800 € und planmäßiger Abschreibung als prüfbarer Buchungslauf; aktive und passive Rechnungsabgrenzung mit automatischer Auflösung; Rückstellungen; Abschluss-Cockpit mit offenen Punkten vor dem Stichtag; Kostenstellen an Buchungen und Belegen.
UmsatzsteuerSteuerschlüssel für Umsatz- und Vorsteuer, steuerfreie und nicht steuerbare Umsätze, Reverse Charge, innergemeinschaftliche Vorgänge, EU-OSS; Umsatzsteuer-Periode je Buchung nach § 13 und § 15 UStG; Voranmeldung aus dem Journal mit Verprobung je Steuerschlüssel, Aufriss je Kennzahl und Direktversand an ELSTER.
AuswertungenBetriebswirtschaftliche Auswertung mit Vorjahresvergleich und Aufriss bis zur Buchung; Summen- und Saldenliste; unterjährige Bilanz- und GuV-Vorschau nach HGB; eigene Berichte und Prüfungen (Nullzeilen, ungeklärte Konten, fehlende Belege).
AutomatisierungBuchungsregeln nach Gegenpartei, Text, IBAN oder Betragsspanne mit Ausschlussmuster, erster Treffer gewinnt; Regelvorschlag ab der dritten Bestätigung derselben Zuordnung; Wenn-Dann-Automatisierungen für Aufgaben und Benachrichtigungen; Autopilot ab 85 % Sicherheit.
Zusammenarbeit und AustauschRollen Administrator, Ersteller, Prüfer, Betrachter, Beleg-Erfasser und Portal-Nutzer; Mandantenportal für Rückfragen und Beleg-Upload; Buchungsstapel-Import und -Export im Format gängiger Kanzlei-Software; REST-API je Unternehmen und Anbindung für KI-Agenten (lesen und kontrolliert buchen, GoBD-Regeln inklusive).

Vollständige technische Funktionsliste · Buchhaltung per KI-Agent und API

GoBD: Festschreibung, Storno, Protokoll

Automatik ohne Nachweis wäre ein Risiko. Der Nachweis ist deshalb Teil des Buchungskerns.

Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern verlangen Nachvollziehbarkeit, Vollständigkeit, zeitgerechte Erfassung und Unveränderbarkeit (§ 146 AO, § 239 HGB). In der Buchhaltung mit KI ist jede Buchung Teil einer unveränderlichen Kette; eine nachträgliche Änderung ist nur als Storno mit Gegenbuchung möglich, nie als stilles Überschreiben. Zeiträume werden datumsgenau festgeschrieben – spätestens mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung, für die es den Knopf „Zeitraum jetzt festschreiben“ direkt neben dem Versand gibt.

Belege bleiben mit ihrer Buchung verbunden und werden im Original aufbewahrt (§ 257 HGB, § 147 AO). Das Protokoll hält fest, wer wann was gebucht, geändert, freigegeben oder storniert hat, und ob ein Vorschlag von der KI, einer Regel oder einem Menschen kam. Für die Kanzlei entsteht ein Buchungsstapel-Export mit Festschreibe-Kennzeichen; für die Betriebsprüfung der Datenzugriff auf Journal, Kontenblätter und Belege.

Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit bleibt beim Kaufmann (§ 238 HGB). Die Software ändert daran nichts – sie macht die Buchführung nachweisbar und nimmt dem Unternehmer die Arbeit ab, die sich ohne Verlust an Nachweis automatisieren lässt.

Für wen Buchhaltung mit KI geeignet ist

Rechtsform, Größe, Zusammenarbeit mit der Kanzlei und der Umzug aus einer anderen Software.

Rechtsformen. Die Buchhaltung steht allen Rechtsformen offen: Einzelunternehmen und e.K., GbR und eGbR, OHG, KG und GmbH & Co. KG, GmbH und UG (haftungsbeschränkt), AG, SE, KGaA und eG. Personengesellschaften führen Kapital- und Privatkonten je Gesellschafter; Privatentnahmen werden dem richtigen Gesellschafter zugeordnet oder zurückgestellt, nie still auf ein Sammelkonto gebucht. Wer nach § 4 Abs. 3 EStG den Überschuss ermittelt, bekommt die Einnahmen-Überschuss-Rechnung statt der Bilanz; die Kontierung folgt der Gewinnermittlungsart.

Größe. Die Preise staffeln sich nach der Größenklasse des HGB: Kleinst-, kleine und mittelgroße Gesellschaften. Große Gesellschaften auf Anfrage. Typische Nutzer sind Geschäftsführer, die die laufende Buchhaltung selbst verantworten wollen, Finanzteams mit mehreren Gesellschaften und Kanzleien, die Mandanten in einer gemeinsamen Umgebung führen.

Zusammenarbeit. Die Kanzlei wird als Prüferin oder Administratorin in den Arbeitsbereich eingeladen und sieht Journal, Belege, offene Punkte und Protokoll. Rückfragen laufen als Aufgaben über das Mandantenportal, Belege können dort ohne Zugriff auf den Rest der Software hochgeladen werden. Wer die Buchhaltung ganz abgeben möchte, findet unter buchhaltungmitki.io die vorbereitende Buchhaltung als Dienstleistung. Die Aufgabenverteilung erläutert Buchhaltung outsourcen.

Umzug. Die letzte Summen- und Saldenliste oder Schlussbilanz genügt für den Start: Die Bestände werden den Bilanzposten zugeordnet und als Eröffnungswerte gebucht. Wer das ganze Jahr im Journal haben will, lädt den Buchungsstapel seiner bisherigen Software hoch; die Verdichtung prüft die Saldenvorträge gegen das Vorjahr und nennt Abweichungen je Konto.

Was Buchhaltung mit KI kostet

Je Gesellschaft und Monat, nach Größenklasse. Monatlich kündbar.

Monatspreise je Gesellschaft und Größenklasse
Größenklasse (§ 267, § 267a HGB)Solo-Tarif: laufende BuchhaltungGesamtpaket: Buchhaltung, Steuerprozesse, ein Jahresabschluss je zwölf Monate
Kleinstkapitalgesellschaft95 €125 €
Kleine Gesellschaft120 €150 €
Mittelgroße Gesellschaft250 €300 €
Große Gesellschaftauf Anfrageauf Anfrage
  • Ein Nutzer enthalten, jeder weitere 20 € je Monat.
  • 100 KI-erkannte Belege je Gesellschaft und Monat enthalten, jeder weitere 0,20 €.
  • Bankanbindung über den PSD2-Dienst finAPI 5 € je Monat und aktiver Anbindung; Qonto-Direktanbindung sowie CSV-, MT940- und CAMT-Import kostenlos.
  • 14 Tage kostenlos testen, Karte erforderlich; ohne Kündigung beginnt das Abo am 15. Tag, kündbar während des Tests.
  • Im Gesamtpaket enthalten: Steuererklärungen, ein HGB-Jahresabschluss je zwölf Monate und die E-Bilanz. Nicht enthalten: Lohn- und Gehaltsabrechnung, individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Im Solo-Tarif bleiben Steuererklärungen, Jahresabschluss und E-Bilanz (20 € je Wirtschaftsjahr) einzeln zubuchbar.

Alle Preise · Was Buchhaltung kostet – Vergleich der Wege

Buchhaltung mit KI im Vergleich

Wer übernimmt die laufende Arbeit, und wo liegt der Datenbestand?

Buchhaltung mit KI, Belegerkennung, klassische Software und Kanzlei
KriteriumBuchhaltung mit KI (diese Software)Belegerkennungs-App + KanzleiKlassische BuchhaltungssoftwareKanzlei komplett
Doppelte Buchführung im Systemja, SKR03/SKR04 mit Journal und Nebenbüchernnein, in der Kanzleijaja, in der Kanzlei
KontierungRegel, Partner, Lexikon, KI – ab 85 % automatischKanzleiSie, VorlagenKanzlei
Bankabgleichgegen offene Posten, nie direkt in die GuVKanzleiSieKanzlei
Umsatzsteuer-Voranmeldungaus dem Journal, verprobt, direkt an ELSTERKanzleije nach ProduktKanzlei
Jahresabschluss und Steuernaus derselben Saldenliste, im Gesamtpaket enthaltenKanzlei, separat honoriertmeist Export an die KanzleiKanzlei, nach StBVV
Zeitpunkt der Zahlenlaufend, Vorschau jederzeitnach Bearbeitung durch die Kanzleilaufendmonatlich bis jährlich
Kostenab 95 € je Gesellschaft und MonatApp-Abo plus KanzleihonorarLizenz, Kanzlei separatnach StBVV

Grenzen und Verantwortung

Was die Software nicht tut – damit klar ist, was sie tut.

  • Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ob eine Rückstellung zu bilden oder eine Forderung abzuschreiben ist, entscheidet der Unternehmer, gegebenenfalls mit seiner Kanzlei.
  • Keine Buchung ohne Quelle. Ein Bankumsatz ohne Beleg wird geparkt, nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung geraten; ein unleserlicher Beleg bleibt in der Prüfung.
  • Keine stille Änderung. Festgeschriebene Zeiträume und festgestellte Jahre sind gesperrt; Korrekturen sind Storno oder protokolliertes Aufheben der Sperre.
  • Keine Lohnabrechnung im Buchhaltungsmodul. Im Solo-Tarif ist die E-Bilanz zusätzlich zu buchen.
  • Kein Training mit Kundendaten. Dauerhaft gespeicherte Daten liegen in EU-Rechenzentren; für die Erkennung erforderliche Inhalte gehen an vertraglich gebundene Modellanbieter.

Gesetzliche Grundlagen

Die Normen, auf denen diese Seite beruht. Stand: 15. September 2026. Diese Produktbeschreibung ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Einzelfallbeurteilung.

Datenschutz und AVV: kein Training bedeutet nicht keine Übermittlung

Dauerhafte Plattformdaten liegen in der EU (Irland). Für KI-Funktionen erforderliche Inhalte werden an vertraglich gebundene Modellanbieter übermittelt; dabei ist Verarbeitung außerhalb der EU möglich. Training mit Kundendaten ist vertraglich ausgeschlossen. Diese Zusage bedeutet deshalb weder, dass keine Daten übertragen werden, noch dass jeder Einsatz allein dadurch DSGVO-konform ist.

Prüfen Sie den konkreten Zweck, die erforderlichen Inhalte, Zugriffsrechte, Empfänger und Speicherfristen. Für eingestellte Inhaltsdaten bleiben Sie beziehungsweise Ihre Kanzlei verantwortlich; der Anbieter verarbeitet sie nach dem AVV. Die Datenschutzerklärung nennt Empfängerkategorien und Drittlandsgarantien; die Sicherheitsseite beschreibt Schutzmaßnahmen. Die vollständige namentliche Empfängerliste erhalten Sie als Vertragsunterlage auf Anforderung.

Der Leitfaden KI und DSGVO in der Buchhaltung trennt Speicherung, Verarbeitung, Übermittlung und Löschung anhand einer Datenfluss-Tabelle. Nutzen Sie diese Unterscheidung auch bei der Prüfung einzelner Belege und bei der Auswahl von Angaben für Freitextfelder.

Weiterführende Seiten

Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Buchhaltung mit KI ist eine vollständige doppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04, in der die KI die Zuarbeit übernimmt: Belege lesen, Konto und Steuerschlüssel vorschlagen, Zahlungen offenen Posten zuordnen. Sie ist keine Belegablage mit Texterkennung. Journal, Kontenblätter, Nebenbücher, offene Posten, Umsatzsteuer-Voranmeldung und GoBD-Festschreibung sind Teil des Systems, nicht Zusatzmodule.

Ja, im Produktstandard bucht sie jeden Vorschlag automatisch, dessen Sicherheit bei mindestens 85 % liegt. Reverse-Charge-Fälle, innergemeinschaftliche Erwerbe und Einfuhrumsatzsteuer bleiben immer Pflichtprüfung. Anlagegüter und Abgrenzungen werden gebucht und mit Hinweis versehen. Jede Gesellschaft kann die Automatik abschalten, auf freigegebene Regeln beschränken oder eine Betragsgrenze setzen.

Weil sonst derselbe Vorgang zweimal Aufwand oder Erlös wäre: einmal mit dem Beleg, einmal mit der Zahlung. Aufwand und Erlös entstehen mit dem Beleg (Aufwand an Kreditor, Debitor an Umsatz); die Bank bewegt danach nur noch die Bilanz (Kreditor an Bank, Bank an Debitor). Ausnahmen sind Gebühren von Zahlungsdienstleistern, Anzahlungen und die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, bei der der Geldfluss selbst der Erfolgszeitpunkt ist.

Eigene Buchungsregel zuerst, dann Geschäftspartner und bestätigte Historie, dann das Kontierungslexikon mit typischen Geschäftsvorfällen, und erst zuletzt die KI. Deterministische Quellen gewinnen, weil sie erklärbar und wiederholbar sind. Jeder Vorschlag nennt seine Quelle und seine Sicherheit; jede Korrektur wird gemerkt und beim nächsten Beleg desselben Partners angewendet.

Der Solo-Tarif für die laufende Buchhaltung kostet 95 € je Gesellschaft und Monat für Kleinstkapitalgesellschaften, 120 € für kleine und 250 € für mittelgroße. Das Gesamtpaket mit Steuerprozessen, einem HGB-Jahresabschluss je zwölf Monate und der E-Bilanz kostet 125 €, 150 € beziehungsweise 300 €. Ein Nutzer ist enthalten, jeder weitere kostet 20 € im Monat. 100 KI-erkannte Belege je Gesellschaft und Monat sind enthalten, jeder weitere kostet 0,20 €. Der 14-Tage-Test ist kostenlos, Karte erforderlich; ohne Kündigung beginnt das Abo am 15. Tag.

Jede Buchung ist unveränderlich verkettet, Zeiträume werden datumsgenau festgeschrieben, danach sind nur Storno- und Korrekturbuchungen möglich. Belege bleiben mit der Buchung verbunden, das Protokoll hält fest, wer wann was gebucht, geändert, freigegeben oder storniert hat. Die Verantwortung für die Ordnungsmäßigkeit bleibt beim Unternehmer (§ 238 HGB, §§ 145 ff. AO); die Software macht sie nachweisbar.

Geschäftskonten lassen sich über eine regulierte PSD2-Schnittstelle anbinden; Qonto ist direkt angebunden. Kontoauszüge als CSV, MT940 oder CAMT werden ohne Anbindung importiert. Umsätze laufen mit Kontierungs- oder Zuordnungsvorschlag in dieselbe Prüfung wie Belege. Eine aktive Anbindung über den PSD2-Dienst finAPI kostet 5 € je Monat; Direktanbindung und Dateiimport sind kostenlos.

Ja. Die letzte Summen- und Saldenliste oder Schlussbilanz wird hochgeladen, die Bestände werden den Bilanzposten zugeordnet und als Eröffnungswerte gebucht. Ein Buchungsstapel im Format gängiger Kanzlei-Software wird eingelesen, wenn das ganze Jahr im Journal stehen soll. Umgekehrt entsteht für die Kanzlei ein Buchungsstapel-Export mit Berater- und Mandantennummer und Festschreibe-Kennzeichen.

Sie ersetzt die laufende Zuarbeit, nicht die Beratung. Viele Unternehmen führen die Buchhaltung selbst und laden die Kanzlei als Prüferin in den Arbeitsbereich ein; die Kanzlei sieht Journal, Belege und Protokoll und übernimmt, was Beratung ist. Die Software leistet keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.

Nein. Dauerhaft gespeicherte Daten liegen in EU-Rechenzentren (Irland). Für die Belegerkennung erforderliche Inhalte gehen an vertraglich gebundene Modellanbieter, bei möglichem Drittlandbezug mit geeigneten Garantien. Ein Training mit Kundendaten findet nicht statt.

Buchhaltung mit KI an den eigenen Belegen prüfen

Bankkonto anbinden oder Kontoauszug importieren, zehn Belege hochladen und ansehen, was die KI daraus macht – mit Quelle und Sicherheit je Vorschlag. 14 Tage kostenlos, Karte erforderlich, während des Tests kündbar.