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Dauerfrist und SVZ

Dauerfristverlängerung per KI-Agent: Antrag und Sondervorauszahlung vorbereiten

Ihr KI-Agent legt über den MCP-Server von jahresabschluss.io mit create_tax_draft die Dauerfristverlängerung für das laufende Jahr an – bei vierteljährlicher Abgabe als Antrag, bei monatlicher Abgabe als Anmeldung der Sondervorauszahlung, die die Software aus Ihren quittierten Voranmeldungen des Vorjahres berechnet. Danach prüft er amtlich, bereitet die Übermittlung vor und gibt Ihnen einen Freigabe-Link; übermittelt wird in der App. Teiljahre, Neugründungen, Berichtigungen und ergänzende Angaben bleiben bewusst bei Ihnen in der App.

Stand: 2026-10-19

Dauerfristverlängerung und Sondervorauszahlung in Kürze

Auf Antrag verlängert das Finanzamt die Fristen für die Übermittlung der Voranmeldungen und die Entrichtung der Vorauszahlungen um einen Monat (§ 46 Satz 1 UStDV). Erscheint der Steueranspruch gefährdet, lehnt es den Antrag ab oder widerruft die Verlängerung (§ 46 Satz 2 UStDV). Einen Bewilligungsbescheid gibt es nicht; laut amtlicher Anleitung zum Vordruck gilt die Verlängerung, bis Sie erklären, sie nicht mehr in Anspruch zu nehmen, oder das Finanzamt sie widerruft.

Wer monatlich anmeldet, bekommt die Verlängerung nur gegen eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Summe der Vorauszahlungen des vorangegangenen Kalenderjahres (§ 47 Abs. 1 UStDV). Sie wird im Antrag selbst berechnet und angemeldet und gleichzeitig entrichtet (§ 48 Abs. 1 Satz 4 und 5 UStDV); angerechnet wird sie bei der Vorauszahlung für den letzten Voranmeldungszeitraum, in der Regel Dezember (§ 48 Abs. 4 UStDV). Wer vierteljährlich anmeldet, leistet keine Sondervorauszahlung.

Was create_tax_draft anlegt

Ein Aufruf mit dem laufenden Jahr – für 2027 also ab dem 1. Januar 2027:

{
  "name": "create_tax_draft",
  "arguments": {
    "art": "dauerfrist",
    "year": 2027,
    "keine_sonderfaelle": true,
    "confirm": true
  }
}
  • Vierteljährliche Abgabe: Die API legt den Antrag an (uebermitteln_als = dauerfrist), ohne Sondervorauszahlung.
  • Monatliche Abgabe: Die API legt die Anmeldung der Sondervorauszahlung an (uebermitteln_als = sovz) und nennt Betrag (svz_soll_cents) und Bemessungsgrundlage.
  • Vor dem Aufruf fragt der Agent ausdrücklich: keine ergänzenden Angaben zum Antrag, keine Ausnahme vom SEPA-Lastschriftmandat, und die Vorauszahlungen des Vorjahres entsprechen dem amtlichen Soll. Erst danach setzt er keine_sonderfaelle und confirm.
  • Über die API nur das laufende Jahr nach deutscher Zeit; andere Jahre lehnt sie mit 422 dfv_jahr_in_app ab.
  • Die Antwort nennt als naechster_schritt den Aufruf von prepare_tax_filing mit der passenden Art und der source_id.

So rechnet die Software die Sondervorauszahlung

Grundlage sind die Voranmeldungen des Vorjahres, die in der Software mit Transferticket quittiert sind; Testübermittlungen zählen nicht. Es müssen alle Zeiträume vorliegen: zwölf Monate oder, wenn im Vorjahr vierteljährlich angemeldet wurde, vier Quartale. Wurde im Vorjahr eine Sondervorauszahlung übermittelt oder festgesetzt, rechnet die Software sie zur Summe hinzu, weil sie die letzte Voranmeldung des Vorjahres gemindert hat – so rechnet auch die amtliche Anleitung zum Antrag auf Dauerfristverlängerung (USt 5 E). Von dieser Bemessungsgrundlage nimmt sie ein Elftel und rundet auf volle Euro ab.

Ein Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen: Die quittierten Voranmeldungen 2026 ergeben zusammen 48.400 €, in der Dezember-Voranmeldung 2026 wurde eine Sondervorauszahlung von 4.400 € abgezogen. Die Bemessungsgrundlage beträgt 52.800 €, die Sondervorauszahlung für 2027 also 4.800 €.

Fehlt ein Zeitraum, rechnet die API nicht mit einer Lücke, sondern antwortet mit 409 dfv_bemessungsgrundlage_in_app. Das gilt auch, wenn die Gesellschaft im Vorjahr nur einen Teil des Jahres tätig war oder erst im laufenden Jahr begonnen hat: Dann ist die Summe in eine Jahressumme umzurechnen (§ 47 Abs. 2 UStDV) bzw. von den zu erwartenden Vorauszahlungen auszugehen (§ 47 Abs. 3 UStDV) – das legen Sie in der App fest.

Der weitere Ablauf mit dem Agenten

Nach dem Entwurf folgt derselbe Weg wie bei jeder gespeicherten Meldung – hier für die monatliche Abgabe:

{
  "name": "prepare_tax_filing",
  "arguments": {
    "art": "sovz",
    "source_id": "<source_id aus create_tax_draft>"
  }
}
  • list_tax_filings mit art=dauerfrist oder art=sovz: Der Agent sieht vorab, was für das Jahr schon vorliegt.
  • create_tax_draft: Entwurf mit Betrag und Bemessungsgrundlage.
  • check_tax_filing: amtliche Prüfung des Antrags bzw. der Anmeldung, ohne Versand.
  • prepare_tax_filing: Werte und Prüfwert für 30 Minuten eingefroren.
  • request_tax_filing_approval: Freigabe-Link; Sie übermitteln in der App.
  • get_tax_operation: Übermittlungsstand mit Transferticket.

Die Sondervorauszahlung ist mit der Anmeldung zu entrichten (§ 48 Abs. 1 Satz 5 UStDV). Über die API wird nichts gezahlt; die Zahlung läuft wie gewohnt über Lastschrift oder Überweisung.

Fristen: bis wann Antrag und Anmeldung vorliegen müssen

Der Antrag ist bis zu dem Zeitpunkt zu stellen, an dem die erste Voranmeldung zu übermitteln ist, für die die Verlängerung gelten soll (§ 48 Abs. 1 Satz 1 UStDV). Für ein ganzes Jahr ist das bei monatlicher Abgabe der 10. Februar (Voranmeldung Januar), bei vierteljährlicher Abgabe der 10. April (erstes Quartal). Fällt der Tag auf ein Wochenende oder einen gesetzlichen Feiertag, endet die Frist mit dem nächsten Werktag (§ 108 Abs. 3 AO).

Solange die Verlängerung gilt, melden monatlich abgebende Unternehmer die Sondervorauszahlung für jedes Kalenderjahr bis zum gesetzlichen Termin der ersten Voranmeldung an und entrichten sie (§ 48 Abs. 2 UStDV). list_tax_deadlines führt diese Frist bei monatlicher Abgabe als „USt-Sondervorauszahlung“, wenn in den Steuer-Einstellungen eine Dauerfristverlängerung hinterlegt ist; die Termine der Voranmeldungen stehen dann einen Monat später.

Benannte Sperren: wann die API in die App verweist

Jede Ablehnung nennt den Grund und verlinkt die Seite der Dauerfristverlängerung in der App:

  • 422 dfv_jahr_in_app – ein anderes als das laufende Jahr.
  • 409 dfv_rhythmus_in_app – nicht belegt, ob monatlich oder vierteljährlich angemeldet wird (Steuer-Einstellungen).
  • 409 dfv_bemessungsgrundlage_in_app – Vorjahres-Voranmeldungen nicht vollständig quittiert, Teiljahr oder Neugründung.
  • 409 dfv_bereits_beantragt – für das Jahr schon beantragt, bewilligt oder die Sondervorauszahlung festgesetzt.
  • 409 dfv_berichtigung_in_app – für das Jahr gibt es eine Berichtigung der Sondervorauszahlung.
  • 422 dfv_angaben_in_app – die ausdrücklichen Antworten des Vordrucks passen nicht zum Regelfall.
  • 409 entwurf_vorhanden – ein abweichender Entwurf liegt vor; er wird nie überschrieben.

Was in der App bleibt

  • Ergänzende Angaben zum Antrag und der Wunsch, das SEPA-Lastschriftmandat ausnahmsweise nicht zu verwenden.
  • Die Sondervorauszahlung bei Teiljahr oder Neugründung (§ 47 Abs. 2 und 3 UStDV) und jede Abweichung vom amtlichen Vorauszahlungssoll.
  • Berichtigungen der Sondervorauszahlung und Anträge für andere Jahre.
  • Voranmeldungsrhythmus und Dauerfristverlängerung als Einstellung der Gesellschaft.
  • Die Übermittlung mit Zwei-Faktor-Bestätigung und PIN.

Häufige Fragen

Kann ein KI-Agent die Dauerfristverlängerung beantragen?

Er legt den Antrag bzw. die Anmeldung der Sondervorauszahlung für das laufende Jahr aus den Büchern an, prüft amtlich und bereitet die Übermittlung vor. Übermittelt wird in der App über den Freigabe-Link, mit Ihrer PIN.

Wie hoch ist die Sondervorauszahlung?

Ein Elftel der Summe der Vorauszahlungen des Vorjahres (§ 47 Abs. 1 UStDV). Die Software addiert dazu eine im Vorjahr angerechnete Sondervorauszahlung und rundet auf volle Euro ab.

Zahle ich bei vierteljährlicher Abgabe eine Sondervorauszahlung?

Nein. Die Sondervorauszahlung ist an die monatliche Abgabe geknüpft (§ 47 Abs. 1 UStDV). Bei vierteljährlicher Abgabe legt die API nur den Antrag an.

Für welches Jahr legt die API den Antrag an?

Nur für das laufende Jahr nach deutscher Zeit. Für andere Jahre antwortet sie mit 422 dfv_jahr_in_app; diese erfassen Sie in der App.

Muss die Dauerfristverlängerung jedes Jahr neu beantragt werden?

Laut amtlicher Anleitung gilt sie, bis Sie erklären, sie nicht mehr in Anspruch zu nehmen, oder das Finanzamt sie widerruft. Monatlich abgebende Unternehmer melden aber jedes Jahr die Sondervorauszahlung neu an (§ 48 Abs. 2 UStDV).

Was zählt als quittierte Voranmeldung?

Eine in der Software übermittelte Voranmeldung mit Transferticket, die keine Testübermittlung war. Fehlt einer der zwölf Monate bzw. eines der vier Quartale, antwortet die API mit 409 dfv_bemessungsgrundlage_in_app.

Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.