Liquidität
Liquiditätsplanung mit Claude: 13 Wochen aus Ihren Büchern, Szenarien per Rückfrage
Für eine Liquiditätsplanung mit Claude liest Claude Ihre Kontostände, die offenen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Fälligkeit, die anstehenden Steuertermine samt Umsatzsteuer-Zahllast und die wiederkehrenden Zahlungen der letzten Monate aus Ihrer Buchhaltung bei jahresabschluss.io und rechnet daraus eine Tabelle für die nächsten 13 Wochen. Der Vorteil des Gesprächs: Sie fragen danach „Was, wenn dieser Kunde einen Monat später zahlt?“, und Claude rechnet die Wochen neu, ohne dass Sie eine Tabelle umbauen. Ehrlich gesagt bleibt das eine Rechnung von Claude auf echten Daten, keine Vorhersage mit Gewähr – und gespeichert wird der Plan nicht in Ihrer Buchhaltung.
Stand: 2026-10-30
Was Claude für den Plan liest
Alles auf dieser Seite kommt mit dem Recht „Lesen“ aus. Auf der Freigabeseite von jahresabschluss.io ist genau das vorgewählt – für die Planung lassen Sie „Buchen“ einfach weg.
- Anfangsbestand: list_bank_accounts mit dem Geschäftsjahr nennt je Bankkonto den Saldo laut letztem Auszug, den Saldo laut Buchhaltung und den Stichtag des Auszugs. Was unbekannt ist, bleibt leer; list_cash_book ergänzt die Kasse.
- Erwartete Eingänge: list_open_items mit kind debitor liefert jede offene Forderung mit Kunde, Fälligkeit und offenem Restbetrag.
- Feste Ausgänge: dieselbe Liste mit kind kreditor zeigt die offenen Eingangsrechnungen mit Fälligkeit – Zahlungen, zu denen Sie schon verpflichtet sind.
- Steuern: list_tax_deadlines mit status offen nennt die Termine aus dem Steuerkalender der App, get_vat_return die Zahllast des laufenden Voranmeldungszeitraums.
- Wiederkehrendes: list_bank_transactions der letzten Monate zeigt Miete, Leasing, Versicherungen und Gehälter mit Betrag und Rhythmus.
- Zahlungsverhalten: list_payments mit kind debitor nennt je Rechnung den Tag des Ausgleichs, list_outgoing_invoices Empfänger und Fälligkeit. Nebeneinandergelegt zeigt das, wer üblicherweise später zahlt als vereinbart.
Das Gespräch: erst die Annahmen, dann die Tabelle
Sie geben den Auftrag
Zeitraum, Startwoche und was als Anfangsbestand zählt. Claude ruft die lesenden Werkzeuge auf und bittet vorher um Ihre Erlaubnis – laut Hilfe des Anbieters fragt Claude, bevor es ein Werkzeug eines verbundenen Servers benutzt.
Claude legt die Annahmen vor
Bevor gerechnet wird, zeigt Claude die erkannten wiederkehrenden Zahlungen mit Betrag, Rhythmus und nächstem Termin sowie die Kunden, die im letzten Jahr spürbar später gezahlt haben. Sie streichen, korrigieren oder ergänzen.
Claude rechnet die 13 Wochen
Je Kalenderwoche Anfangsbestand, Eingänge, Ausgänge und Endbestand, dazu eine Zeile für Steuern. Jede Annahme, die nicht aus den Büchern stammt, ist gekennzeichnet.
Sie fragen „Was wäre, wenn …?“
Claude verschiebt einzelne Zahlungen, ergänzt eine geplante Anschaffung oder nimmt eine Einnahme heraus und zeigt, in welcher Woche der Bestand am niedrigsten ist. Neue Abrufe braucht es dafür meist nicht, die Daten stehen schon im Gespräch.
Ihr Auftrag zum Kopieren
Ein Auftrag, der die Annahmen gleich mit einfordert:
Liquiditätsplanung für die 13 Wochen ab Montag, 2. November 2026. Anfangsbestand: alle Bankkonten laut letztem Auszug plus Kasse, mit Stichtag je Konto. Eingänge: offene Forderungen in der Woche ihrer Fälligkeit. Kunden, die im letzten Jahr im Schnitt später zahlten, entsprechend später. Ausgänge: offene Eingangsrechnungen nach Fälligkeit, Steuertermine, wiederkehrende Zahlungen der letzten sechs Monate. Zeig mir die wiederkehrenden Zahlungen zuerst zur Bestätigung. Dann eine Tabelle je Woche: Anfang, Eingänge, Ausgänge, Ende. Kennzeichne jede Annahme, die nicht aus den Büchern stammt.
Rechenbeispiel: die ersten vier Wochen und ein Szenario
Alle Zahlen sind ein Beispiel. Die Gesellschaft meldet die Umsatzsteuer monatlich ohne Dauerfristverlängerung; die Vorauszahlung für Oktober ist am 10. November fällig und liegt damit in Kalenderwoche 46.
Ohne das Szenario sinkt der Bestand bis Ende November auf 19.500 Euro, mit der verspäteten Zahlung auf 11.500 Euro – die 8.000 Euro fehlen ab KW 46 und kommen erst Mitte Dezember. Claude markiert die Woche mit dem niedrigsten Stand und nennt die Zahlungen, die sie verursachen. Ob Sie dann eine Zahlung verschieben, beim Kunden nachfassen oder einen Kreditrahmen einplanen, entscheiden Sie; Claude rechnet jede Variante nach.
Beispiel (Euro) KW 45 KW 46 KW 47 KW 48 Anfangsbestand 42.000 40.350 46.150 31.400 Eingänge 6.500 11.800 2.400 9.600 Ausgänge −8.150 −6.000 −17.150 −21.500 darin Umsatzsteuer Oktober −4.180 darin Gehälter (wiederkehrend) −18.300 Endbestand 40.350 46.150 31.400 19.500 Szenario: Kunde B zahlt seine 8.000 € erst 30 Tage später Endbestand 40.350 38.150 23.400 11.500
Szenarien, die sich im Chat lohnen
- Später zahlende Kunden: „Rechne mit dem tatsächlichen Verzug jedes Kunden statt mit der Fälligkeit.“ Grundlage sind die Ausgleiche aus list_payments, verglichen mit den Fälligkeiten der Rechnungen.
- Eine Anschaffung: „Was passiert, wenn wir die Maschine für 24.000 Euro im Dezember bezahlen?“ Claude setzt den Betrag in die gewünschte Woche; in den Büchern steht dadurch nichts.
- Dauerfristverlängerung: Auf Antrag verschiebt sich die Umsatzsteuer jeweils um einen Monat (§ 46 UStDV); wer monatlich anmeldet, zahlt dafür eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorjahres-Vorauszahlungen (§ 47 Abs. 1 UStDV). Claude zeigt, wie beides die Wochen verändert.
- Skonto: „Lohnt es sich, die große Lieferantenrechnung mit Skonto früher zu zahlen?“ Claude vergleicht Ersparnis und den früheren Abfluss.
- Was die Bücher nicht kennen: Kreditraten ohne Bankhistorie, ein neuer Auftrag, eine Gesellschafterzahlung. Diese Werte geben Sie vor; Claude führt sie als eigene, gekennzeichnete Zeile.
Grenzen – und wie Sie die Tabelle prüfen
- Rechnung, keine Prognose mit Gewähr: Verteilung, Verzugsannahmen und Fortschreibung rechnet das Modell. Lassen Sie sich je Woche die Einzelposten zeigen und prüfen Sie die Summen.
- So aktuell wie der letzte Bankabruf: Die Bankanbindung richten Sie in der App ein; über die Schnittstelle ist sie nicht verfügbar. Liegt der letzte Auszug Tage zurück, nennt Claude den Stichtag.
- Ungebuchte Belege fehlen: Bei bilanzierenden Gesellschaften entsteht eine Verbindlichkeit mit dem gebuchten Beleg. Claude prüft deshalb mit list_receipts, was noch im Belegeingang liegt, und weist es als „noch nicht gebucht“ aus.
- Nichts wird gespeichert oder bezahlt: Der Plan lebt im Gespräch. Ein Werkzeug für Überweisungen gibt es nicht; Zahlungen lösen Sie bei Ihrer Bank aus.
- Lohn- und Gehaltsabrechnung bietet die Software derzeit nicht an. Gehälter erscheinen im Plan als wiederkehrende Abgänge aus der Bankhistorie.
Warum die Geschäftsleitung das im Blick haben sollte
Bei einer GmbH oder UG wachen die Geschäftsleiter fortlaufend über Entwicklungen, die den Fortbestand gefährden können (§ 1 Abs. 1 StaRUG). Zahlungsunfähig ist, wer die fälligen Zahlungspflichten nicht erfüllen kann (§ 17 Abs. 2 InsO). Eine regelmäßig aktualisierte 13-Wochen-Sicht ist dafür ein naheliegendes Arbeitsmittel – sie ersetzt aber weder eine Fortbestehensprognose noch die Beratung durch Ihre Kanzlei, wenn es eng wird.
Häufige Fragen
Kann Claude eine Liquiditätsplanung erstellen?
Ja, eine kurzfristige Planung auf Grundlage Ihrer Bücher: Kontostände, offene Posten, Steuertermine und wiederkehrende Zahlungen, verteilt auf Kalenderwochen. Die Zahlen stammen aus der Buchhaltung, die Verteilung und die Annahmen rechnet Claude.
Worin unterscheidet sich das von der Seite „Liquiditätsplanung per KI-Agent“?
Dort stehen die Datenquellen und der Abruf per REST für eigene Skripte. Hier geht es um das Gespräch in Claude: Annahmen bestätigen, Tabelle lesen, Szenarien durchspielen.
Speichert Claude den Plan in meiner Buchhaltung?
Nein. Planwerte landen nicht im Journal. Wenn Sie den Plan behalten möchten, kopieren Sie die Tabelle in Ihre eigene Ablage oder in ein Claude-Projekt.
Braucht Claude dafür Schreibrechte?
Nein. Alle Werkzeuge der Planung lesen nur. Eine Verbindung mit „Lesen“ kann nichts buchen und nichts verändern.
Wie aktuell sind die Kontostände?
So aktuell wie der letzte Abruf oder Import Ihrer Kontoauszüge. Claude nennt je Konto den Stichtag des Auszugs und weist Unterschiede zwischen Auszug und Buchhaltung aus.
Kann Claude Zahlungen auslösen?
Nein. Unter den Werkzeugen gibt es keines für Überweisungen. Claude rechnet und schlägt vor; zahlen müssen Sie selbst bei Ihrer Bank.
Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.