Was der Prognosebericht nach DRS 20 leisten muss
Der Prognosebericht ist mehr als ein Ausblick in Worten. DRS 20 stellt vier Anforderungen, die jede Aussage erfüllen muss:
Prognosezeitraum
Leistungsindikatoren
Annahmen offenlegen
Prognosegenauigkeit
Prognosegenauigkeiten – von der Punktprognose zur komparativen Aussage
DRS 20 verlangt keine Scheingenauigkeit. Je nach Unsicherheit sind unterschiedliche Prognosearten zulässig – solange die Aussage überprüfbar bleibt:
Punktprognose
Ein konkreter erwarteter Wert (z. B. „Umsatz von rund 12 Mio. €“). Nur bei hoher Vorhersehbarkeit sinnvoll.
Intervallprognose
Eine erwartete Bandbreite (z. B. „Umsatzwachstum zwischen 5 % und 8 %“). Bildet Unsicherheit realistisch ab.
Qualifiziert-komparative Prognose
Eine gerichtete Aussage mit Intensität (z. B. „deutlicher Anstieg des Ergebnisses“). Der Bezugswert und die Richtung sind eindeutig.
Komparative Prognose
Eine reine Richtungsaussage (z. B. „leicht steigend“). Zulässig bei erhöhter Unsicherheit – aber mit offengelegten Annahmen.
Wie Jahresabschluss.io den Prognosebericht vorbereitet
Der Workflow verbindet Ihre tatsächlichen Finanzdaten mit strukturierten Fragen – ohne erfundene Zahlen.
Fragebogen zu Annahmen
Echte Kennzahlen statt Schätzung
Vorjahresprognose gesperrt
Prognosebericht im Workflow erstellen
Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.
Häufige Fehler im Prognosebericht
Die Prognose des Vorjahres wird unverändert übernommen – DRS 20 verlangt eine jährlich neue Einschätzung.
Aussagen bleiben vage („die Entwicklung wird positiv erwartet“) ohne Bezug zu konkreten Leistungsindikatoren.
Die zugrunde liegenden Annahmen fehlen, sodass die Prognose nicht nachvollziehbar ist.
Die prognostizierte Entwicklung widerspricht den Zahlen aus Bilanz, GuV und Wirtschaftsbericht.
Weiterführende Seiten
Der Prognosebericht ist Teil des Lageberichts nach HGB. Siehe auch Risiko- und Chancenbericht, Wirtschaftsbericht, DRS 20 erklärt und die Lagebericht-Checkliste.