Risiko- & Chancenbericht · § 289 Abs. 1 HGB / DRS 20.146 ff.

Risiko- und Chancenbericht im Lagebericht

Der Risiko- und Chancenbericht ordnet die wesentlichen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung ein. Er ist Pflicht nach § 289 Abs. 1 Satz 4 HGB und wird durch DRS 20 konkretisiert – mit einer klaren Regel für den Umgang mit bestandsgefährdenden Risiken.

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Was der Risiko- und Chancenbericht abdecken muss

DRS 20 verlangt eine nach Bedeutung gewichtete, unternehmensbezogene Darstellung. Diese Bausteine gehören dazu:

Wesentliche Risiken

Die für die Lage bedeutsamen Risiken – bezogen auf die konkrete Geschäftstätigkeit, nach Bedeutung geordnet und, soweit möglich, mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung.

Chancen

Die wesentlichen Chancen der künftigen Entwicklung. Chancen dürfen Risiken nicht saldieren – beide bleiben getrennt erkennbar.

Risikomanagement

Darstellung, wie das Unternehmen Risiken erkennt, bewertet und steuert – bei Finanzinstrumenten ergänzt um die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Bestandsgefährdung

Bestehen Risiken, die den Fortbestand gefährden können, ist darauf ausdrücklich hinzuweisen (DRS 20.148, IDW PS 350).

Die Going-Concern-Aussage – der heikelste Satz im Lagebericht

Kaum ein Punkt wird häufiger falsch formuliert. Deshalb behandelt Jahresabschluss.io ihn nicht als Fließtext, sondern als geführte Entscheidung:

Sie geben eindeutig an, ob bestandsgefährdende Risiken bestehen – die KI erfindet diese Einschätzung nicht.

Der generierte Text wird nachgelagert geprüft: Formulierungen, die Ihrer Angabe widersprechen, werden entfernt.

Fehlt der Pflichthinweis, wird er ergänzt – die Polung der Aussage folgt konsequent DRS 20.148 und IDW PS 350 Tz. 75.

Die Aussage bleibt konsistent zur Bewertung der Bilanzposten (Fortführungsprämisse nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Wie Jahresabschluss.io den Risiko- und Chancenbericht vorbereitet

Ein Fragebogen strukturiert Ihre Angaben, die KI formuliert einen Entwurf, die Prüfung sichert die Pflichtaussagen.

Strukturierter Fragebogen

Abfrage der wesentlichen Risiken, Chancen, des Risikomanagements und der Bestandsgefährdung – abgestimmt auf Ihre Größenklasse.

Bezug zu echten Zahlen

Kennzahlen im Text stammen aus Bilanz und GuV – Risiken werden mit dem tatsächlichen Zahlenwerk verknüpft, nicht davon abgekoppelt.

Compliance-Prüfung

Ein Review gleicht den Entwurf gegen die Pflichtangaben ab und markiert Lücken mit [BITTE ERGÄNZEN] statt sie zu überschreiben.

Risiko- und Chancenbericht im Workflow erstellen

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Weiterführende Seiten

Der Risiko- und Chancenbericht gehört zum Lagebericht nach HGB. Siehe auch Prognosebericht, Wirtschaftsbericht, Aufbau und Gliederung und die Lagebericht-Checkliste.

Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Der Risiko- und Chancenbericht ist der Teil des Lageberichts, der die wesentlichen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung darstellt (§ 289 Abs. 1 Satz 4 HGB). DRS 20.146 ff. verlangt eine strukturierte, nach Bedeutung gewichtete Darstellung – keine pauschale Aufzählung.

Chancen und Risiken dürfen nicht saldiert werden. Nach DRS 20 sind sie so darzustellen, dass ihre jeweilige Bedeutung erkennbar bleibt. Eine gemeinsame oder eine getrennte Berichterstattung ist möglich, solange Chancen nicht Risiken „wegrechnen“.

Bestehen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, ist darauf ausdrücklich und deutlich hinzuweisen (DRS 20.148, IDW PS 350). Jahresabschluss.io erzwingt hier eine eindeutige Aussage entsprechend Ihrer Angabe – widersprechende Formulierungen werden entfernt.

Risiken sind auf die konkrete Geschäftstätigkeit zu beziehen und – soweit möglich – hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung einzuordnen. Allgemeine Marktfloskeln ohne Unternehmensbezug erfüllen die Anforderungen von DRS 20 nicht.

Risiko- und Chancenbericht im Workflow erstellen

Jahresabschluss.io führt Sie strukturiert durch Risiken, Chancen und die Going-Concern-Aussage – konsistent zum übrigen Abschluss.