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Saldenliste aus Sage 50

Sage 50 Summen- und Saldenliste exportieren: Menüweg, Dateiformat und Prüfungen

Die Summen- und Saldenliste von Sage 50 liegt unter Auswertungen → Buchhaltungsauswertungen periodisch; über die Schaltfläche „Ausgabe“ speichern Sie sie laut Sage-Handbuch unter anderem als XLS-, PDF- oder Text-Datei. Für Jahresabschluss, E-Bilanz und Steuern taugt die Liste nur, wenn sie das ganze Wirtschaftsjahr, alle Sachkonten und ausschließlich Buchungen aus dem Dialogbereich umfasst. Hier steht der Export Schritt für Schritt, der Aufbau der Sage-Liste und was Sie vor dem Hochladen prüfen.

In der Software: Jahresabschluss.io erstellt Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht nach HGB aus der Saldenliste und erzeugt die Einreichungsdatei für das Unternehmensregister.

Stand: 2026-11-01

Der Export in sieben Schritten

Menübezeichnungen nach dem Sage-Handbuch und der Sage-Anleitung „Teil 3 des Jahresabschlusses“ (Stand Februar 2023)

  • 1. Jahrgang öffnen: Buchhaltung → Wirtschaftsjahre, den Jahrgang markieren und „Auswählen“. Sage 50 führt jedes Wirtschaftsjahr als eigenen Jahrgang.
  • 2. Stapel leeren: in der Buchungsliste Bearbeiten → Stapelbuchungen → Dialogbereich, oder im Abschlussassistenten „Buchungen in Dialog übertragen“. Danach lassen sich die Buchungen nur noch stornieren, nicht mehr ändern.
  • 3. Auswertungen → Buchhaltungsauswertungen periodisch → „Summen- und Saldenliste“ aufrufen.
  • 4. Zeitraum: erster bis letzter Monat des Wirtschaftsjahres; bei einem Rumpfgeschäftsjahr genau dessen Monate.
  • 5. Kontenbereich: alle Sachkonten. Soll und Haben stimmen in den Endsummen laut Handbuch nur, wenn alle Sachkonten von 0001 bis 9999 einbezogen sind.
  • 6. Optional Konten ohne Bewegung weglassen; Konten mit Saldovortrag erscheinen auch ohne Buchung im Jahr.
  • 7. „Ausgabe“ → „Exportieren als XLS-Datei“ und die Datei hier hochladen. Eine CSV-Ausgabe nennt das Handbuch nicht; PDF und Text-Datei sind die Alternativen.

Wie Sage die Liste aufbaut

Für Finanzbuchhaltungs-Mandanten erstellt Sage 50 die Summen- und Saldenliste getrennt nach Sach- und Personenkonten nacheinander, sortiert nach Kontenklassen. Je Konto zeigt sie den Anfangsbestand (Saldovortrag), die Umsätze der gewählten Periode im Soll und Haben und den Schlusssaldo; zu jeder Kontenklasse bildet Sage eine Summe der EB-Werte, Umsätze und Salden, am Ende stehen die Gesamtsummen. Eine Formularvariante mit dem Zusatz „Nullwerte versteckt“ druckt nur Felder mit Beträgen. Bei einem Einnahmenüberschuss-Mandanten fehlt die Gliederung nach Klassen, und eine Bilanz gibt es dort nicht.

Weichen die Gesamtsummen „Saldovortrag“, „Umsatz“ oder „Saldo“ zwischen Soll und Haben voneinander ab, empfiehlt Sage eine Dateninspektion (Dienste → „Dateninspektion (Assistent)“) mit vorheriger Datensicherung. Eine Liste, die in sich nicht aufgeht, gehört nicht in den Abschluss.

Bestandteile der Sage-Liste und ihre Verwendung hier
Teil der Sage-ListeBedeutung laut Sage-HandbuchVerwendung hier
Saldovortrag (EB-Wert)Anfangsbestand des Kontos zu Beginn der PeriodeEröffnungswert des Kontos; Abgleich mit dem festgestellten Vorjahresabschluss, wenn er hier vorliegt
Umsatz Soll und HabenBuchungen der gewählten PeriodeJahresverkehrszahlen; fehlt eine Saldospalte, wird der Schlusssaldo aus Eröffnung und Verkehr gerechnet
SaldoSchlusssaldo zum Ende der PeriodeGrundlage für Bilanz, GuV und den Kontennachweis der E-Bilanz
GesamtsummenSummen „Saldovortrag“, „Umsatz“ und „Saldo“ im Soll und HabenKontrollsumme gegen die gelesenen Konten; Soll und Haben werden verglichen
Personenkonteneigener Abschnitt nach den SachkontenSammelkonto wird nicht doppelt gezählt, wenn die Personenkonten je Seite auf den Cent mit ihm übereinstimmen

Prüfliste vor dem Hochladen

Stand: 1. November 2026, abgeleitet aus den Sage-Anleitungen Teil 1 und Teil 3

  • Kein „Infodruck“ im Kopf der Auswertung — sonst stecken noch Stapelbuchungen im Ergebnis.
  • Abschreibungen aus der Anlagenverwaltung gebucht; laut Sage-Anleitung zeigt die Spalte „AfA“ dann bei jeder Anlage „Ja“.
  • Rückstellungen, Abgrenzungen und Korrekturen Ihrer Kanzlei erfasst oder per Import aus Kanzlei Software übernommen.
  • Jahresergebnis der Liste gleich dem Ergebnis der Sage-GuV für denselben Zeitraum.
  • Saldovorträge gleich den Schlusssalden des Vorjahres. Haben Sie nach dem Anlegen des neuen Jahrgangs noch im Vorjahr gebucht, führen Sie in Sage die Saldenaktualisierung erneut aus.
  • Konten mit der Kennzeichnung „Sperrung Saldovortrag“ prüfen: Sage übernimmt deren Salden bei keiner Saldenaktualisierung.

Beispiel: eine Zeile der Sage-Liste nachrechnen

Beispiel: Die Sage-Liste 2026 einer GmbH zeigt für Konto 1200 „Bank“ (SKR03; im SKR04 1800) einen Saldovortrag von 48.300,00 € im Soll, Umsätze von 410.000,00 € im Soll und 395.500,00 € im Haben und einen Saldo von 62.800,00 € im Soll. Die Probe lautet 48.300,00 + 410.000,00 − 395.500,00 = 62.800,00 €. Der Saldovortrag muss genau dem Schlusssaldo der Bank in der Bilanz zum 31.12.2025 entsprechen; das verlangt § 252 Abs. 1 Nr. 1 HGB, nach dem die Wertansätze der Eröffnungsbilanz mit denen der Schlussbilanz des Vorjahres übereinstimmen müssen.

Erfolgskonten wie 8400 „Erlöse 19 % USt“ beginnen dagegen ohne Saldovortrag; dort ist der Saldo gleich dem Jahresumsatz des Kontos. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nach § 242 HGB entstehen aus den Salden, die E-Bilanz braucht nach § 5b EStG ab dem Wirtschaftsjahr 2025 zusätzlich jedes Sachkonto mit Nummer, Bezeichnung und Saldo — beides liefert dieselbe Sage-Liste.

Hochladen und zuordnen hier

Sage 50 steht nicht in der Programmauswahl der Importhilfe. Das schadet nicht: Die Auswahl gibt nur eine Anleitung, die Hochlade-Felder für die Summen- und Saldenliste sind immer da. Angenommen werden Excel, CSV, PDF und Bilder; Spaltenköpfe wie „Saldovortrag“, „EB-Wert“ oder „Vortrag“ erkennt die Software als Eröffnungsspalten.

Vor dem Speichern zeigt die Software einen Befund mit den gelesenen Konten und der Summenprobe; erst mit „übernehmen“ wird die Liste die Saldenliste des Geschäftsjahres. Danach schlägt sie für jedes Konto eine HGB-Position vor — SKR03, SKR04 und eigene Kontenpläne lassen sich korrigieren — und Sie bestätigen. Laden Sie später eine korrigierte Sage-Liste hoch, ersetzt sie die alte, und eine Übersicht zeigt die Änderungen vor der Bestätigung. Fehlen Abschlussbuchungen, setzen Sie sie hier auf die importierte Liste, ohne die Datei zu verändern.

Lässt sich eine Datei nicht lesen, bietet die Software „Wir sehen uns Ihre Datei an“ an: Die Datei geht an das Einrichtungsteam, das sich mit dem Ergebnis meldet.

Der Export aus Kanzlei Software aus Sage 50 als zweiter Weg

Sage beschreibt in Teil 2 seiner Jahresabschluss-Anleitung den Weg Dienste → Exportfunktion → „Buchungen und Kontenbeschriftungen nach Kanzlei Software exportieren“. Kontenbeschriftungen und Kontenbewegungen werden getrennt exportiert, das Zielverzeichnis muss leer sein, und im Finanzbuchhaltungs-Mandanten wählen Sie Stapel-, Dialog- oder beide Bereiche. Sage warnt vor zwei Fehlern: Saldovorträge, die die Kanzlei schon gebucht hat, dürfen nicht noch einmal exportiert werden, und die Option „Nur importierte Buchungen exportieren“ lässt von Hand erfasste Buchungen weg.

Für den Abschluss hier ist die Summen- und Saldenliste der bessere Weg, weil sie die Saldovorträge enthält. Einen Buchungsstapel aus Kanzlei Software erkennt die Software am Dateikopf und bietet das Einreichen an; das Einrichtungsteam prüft die Datei und richtet daraus die Summen- und Saldenliste ein. Ein Stapel trägt je nach Programm keine Eröffnungswerte — ohne Vorjahr beginnen Bank, Forderungen und Verbindlichkeiten sonst bei null. Wer nur umrechnen will, findet den kostenlosen Umwandler für Buchungsstapel unter den Ratgebern.

Wann die Liste aus Sage 50 nicht reicht

Führt Ihre Steuerkanzlei die Abschlussbuchungen in ihrem eigenen Programm, ist die Sage-Liste unvollständig: AfA-Korrekturen, Rückstellungen oder Steuerbuchungen stehen dann nur bei der Kanzlei. Bitten Sie in diesem Fall um die endgültige Summen- und Saldenliste nach allen Abschlussbuchungen, oder setzen Sie die Buchungen hier auf die Sage-Liste. Bei einem Einnahmenüberschuss-Mandanten in Sage gibt es keine Bilanz; für einen HGB-Abschluss braucht es die doppelte Buchführung und eine Eröffnungsbilanz.

Häufige Fragen

Wo finde ich die Summen- und Saldenliste in Sage 50?

Unter Auswertungen → Buchhaltungsauswertungen periodisch → „Summen- und Saldenliste“. Wählen Sie den Zeitraum des ganzen Wirtschaftsjahres und alle Sachkonten.

In welchem Format exportiere ich aus Sage 50?

Laut Sage-Handbuch bietet die Schaltfläche „Ausgabe“ PDF, RTF, XLS, HTML, BMP und eine Text-Datei an. Für das Hochladen hier eignet sich die XLS-Datei am besten; PDF wird ebenfalls gelesen.

Was bedeutet „Infodruck“ auf der Sage-Liste?

Sage druckt den Vermerk, solange Stapelbuchungen das Ergebnis beeinflussen. Übertragen Sie die Buchungen in den Dialogbereich und erstellen Sie die Liste neu.

Muss ich Sage 50 in der Programmauswahl finden?

Nein. Sage 50 steht dort nicht; die Auswahl ist nur eine Anleitung. Die Summen- und Saldenliste können Sie trotzdem hochladen.

Soll ich die Personenkonten mit exportieren?

Sie können. Stimmen die Personenkonten je Seite auf den Cent mit dem Sammelkonto überein, zählt die Software das Sammelkonto nicht doppelt. Gibt es kreditorische Debitoren, verlangt das Saldierungsverbot den Ausweis auf der Gegenseite; die Software weist darauf hin.

Gibt es eine direkte Anbindung an Sage 50?

Nein. Der Weg ist die Datei: die Summen- und Saldenliste zum Hochladen, alternativ ein Buchungsstapel aus Kanzlei Software, den das Einrichtungsteam einrichtet.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.