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Amazon

Amazon-Umsätze aus AccountOne buchen: vom Versand bis zur Auszahlung

Amazon ist der Kanal mit den meisten Zeilenarten im AccountOne-Export: Bestellungen, Erstattungen, ein Dutzend Gebührenarten, Werbekosten mit eigenen Steuerzeilen, Reserve-Umbuchungen und zweiwöchentliche Auszahlungen. Der Amazon-Erlös- und der Amazon-Zahlungsstapel von AccountOne bilden das alles ab. Diese Seite geht die Zeilenarten durch und zeigt, wie der Import sie behandelt, welche Konten die Übersetzungstabelle braucht und wie der Saldo des Verrechnungskontos am Ende zur Amazon-Abrechnung passt.

Stand: 2026-10-06

Die Zeilenarten im Amazon-Export

Was AccountOne für Amazon exportiert und wie der Import jede Zeilenart behandelt
ZeilenartKennzeichen in der DateiBehandlung im Import
BestellungErlösstapel; Sammeldebitor an Erlöskonto; Bestellnummer im Belegfeld 1mit Zahlungszeile gepaart, gegen das Verrechnungskonto gebucht
ZahlungZahlungsstapel; Zahlungskonto an Sammeldebitor; Buchungstext mit Bestellnummer und Transaktionsnummernicht gebucht – liefert den Vereinnahmungstag
Erstattunggetauschte Seiten; Belegdatum ist der ErstattungstagErlösminderung am Erstattungstag
Gebühr (Verkaufsgebühr, FBA-Versand, Lagergebühr, Werbung)Gebührenkonto an Zahlungskonto, Schlüssel 401 (früher 94); Belegfeld 1 ist die AbrechnungsnummerAufwand mit Vorsteuer am Tag des Einbehalts
Werbekosten-Steuer („Umsatzsteuer Sponsored“)eigene Zeile mit Schlüssel 9nach Übersetzung ausgewertet; Vorschau zeigt Summe je Schlüssel
ReserveUmbuchung auf ein Reservekonto, Text „Current/Previous Reserve Amount“„nicht buchen“ – die Reserve bleibt Teil der Forderung
AuszahlungTransitkonto, Belegfeld 1 „Transit“„nicht buchen“ – der Bankumsatz bucht sie
Erstattung von Amazon an den Händlereigenes Erlös- oder Ertragskontonach Übersetzung gebucht

Einzug beim Versand: warum Amazon der einfache Fall ist

Amazon belastet die Zahlungsart des Käufers, wenn die Ware versendet wird. In den AccountOne-Dateien steht die Zahlungszeile deshalb mit demselben Datum wie die Erlöszeile oder einen Tag davor. Liefertag und Vereinnahmungstag fallen fast immer in denselben Monat; Soll- und Ist-Versteuerung, EÜR und Bilanz kommen zum gleichen Monat – außer bei Lieferungen am Monatsersten mit Einzug am letzten Tag des Vormonats.

Fehlt die Zahlungszeile im Stapel, weil Amazon die Bestellung erst in der nächsten Abrechnungsperiode auszahlt, nimmt der Import den Liefertag als Vereinnahmungstag an. Für Amazon ist diese Annahme sachgerecht; die Vorschau zählt sie trotzdem, und die Zahlungszeile im nächsten Stapel wird dann nur noch gezählt.

AccountOne weist in seiner Hilfe darauf hin, dass Amazon-Daten eines Monats vor dem fünften Tag des Folgemonats unvollständig sein können und unvollständige Berichte nicht verarbeitet werden sollten. Laden Sie den Amazon-Stapel deshalb erst herunter, wenn AccountOne den Monat als vollständig anzeigt – der Import erkennt eine unvollständige Datei nicht, er sieht nur weniger Zeilen.

Gebühren, Werbung und die Steuerschlüssel

Der Amazon-Zahlungsstapel enthält die Gebühren als eigene Zeilen gegen das Zahlungskonto: Verkaufsgebühren, Versand durch Amazon, Lagergebühren, Erstattungsgebühren, Werbekosten. AccountOne verteilt sie auf getrennte Gebührenkonten – in der Übersetzungstabelle ordnen Sie jedem ein Aufwandskonto Ihres Kontenrahmens zu, etwa 4760 für Verkaufsprovisionen, 4730 für Versandkosten oder 4600 für Werbung.

Der Steuerschlüssel 401 steht für 19 % Vorsteuer aus einer Rechnung mit deutscher Umsatzsteuer; in älteren Monaten tragen Gebühren den Schlüssel 94 für Leistungen, bei denen der Empfänger die Steuer schuldet (§ 13b UStG). Die Übersetzungstabelle führt beide Schlüssel auf die Schlüssel, die der Import auswertet. Werbekosten kommen bei Amazon mit einer getrennten Steuerzeile – sie wird nach Übersetzung ausgewertet, die Vorschau zeigt Zeilen und Summe je Schlüssel.

Reserve, Auszahlung und das Verrechnungskonto

  • Amazon behält einen Teil des Guthabens als Reserve zurück und bucht ihn in der nächsten Abrechnung wieder ein. AccountOne exportiert diese Umbuchungen gegen ein Reservekonto; in Ihrer Buchhaltung ändern sie nichts am Anspruch gegen Amazon – deshalb „nicht buchen“.
  • Die Auszahlung steht im Zahlungsstapel als Umbuchung auf ein Transitkonto mit dem Belegfeld „Transit“. Gebucht wird sie nicht aus der Datei, sondern aus dem Bankumsatz: Bank an Verrechnungskonto Amazon, als Geldtransit.
  • Der Saldo des Verrechnungskontos nach dem Bankumsatz entspricht dem, was Amazon noch schuldet: Bestellungen seit der letzten Auszahlung, abzüglich Gebühren, plus einbehaltene Reserve.
  • Die Amazon-Abrechnung je Auszahlungsperiode ist der Beleg für diese Abstimmung; ihre Nummer steht im Belegfeld 1 der Gebührenzeilen.
  • Mehrere Amazon-Marktplätze (de, fr, it …) unter einem Händlerkonto erscheinen in denselben Stapeln; das Bestimmungsland je Bestellung steht in der Zeile.

Pan-EU, FBA im Ausland und OSS

Lieferungen an Privatkunden in anderen EU-Staaten trägt AccountOne mit Schlüssel 240, Bestimmungsland und dem dortigen Steuersatz aus; das Erlöskonto ist ein eigenes OSS-Erlöskonto. Ist OSS für Ihre Gesellschaft aktiviert, bucht der Import diese Umsätze je Land und Satz getrennt – die Quartalsauswertung liefert die Beträge für die OSS-Erklärung nach § 18j UStG.

Was der Import nicht abdeckt: Lagert Amazon Ihre Ware in einem anderen EU-Staat (Pan-EU, Versand aus Polen oder Tschechien), entstehen innergemeinschaftliche Verbringungen und lokale Lieferungen aus diesem Lager, die eine Registrierung im Lagerland erfordern. Diese Umsätze stehen nicht in der deutschen OSS-Erklärung. Ob Ihre AccountOne-Einstellungen sie gesondert ausweisen, prüfen Sie dort; der Import bucht, was die Zeilen tragen.

Häufige Fragen

Welche Konten brauche ich für Amazon in der Übersetzungstabelle?

Ein Verrechnungskonto für Amazon als Ziel des Sammeldebitors und des Zahlungskontos, Erlöskonten zu 19 % und 7 %, ein OSS-Erlöskonto, Aufwandskonten für die Gebührenarten und „nicht buchen“ für Reserve und Transit. Die Vorschau zeigt je Quellkonto Zeilen, Summen und die häufigsten Buchungstexte, damit die Zuordnung leichtfällt.

Warum stimmt die Summe der Bestellungen nicht mit der Auszahlung überein?

Weil Amazon vor der Auszahlung Gebühren, Erstattungen und die Reserve abzieht und weil Bestellungen der letzten Tage erst in der nächsten Periode ausgezahlt werden. Der Saldo des Verrechnungskontos zeigt genau diese Differenz; die Amazon-Abrechnung belegt sie.

Wie werden Amazon-Gutschriften an mich behandelt, etwa für beschädigte Ware?

AccountOne exportiert sie als eigene Zeilen gegen ein Ertragskonto. In der Übersetzungstabelle ordnen Sie dieses Konto einem Ertragskonto Ihres Kontenrahmens zu; der Import bucht sie am Belegdatum gegen das Verrechnungskonto.

Was ist mit Verkäufen an Unternehmer mit USt-IdNr. über Amazon Business?

Trägt die Zeile die USt-IdNr. des Käufers, ordnet der Import die Lieferung als Lieferung an einen Unternehmer ein. Steuerfrei nach § 6a UStG ist sie nur, wenn die Ware tatsächlich in den anderen Mitgliedstaat gelangt, die USt-IdNr. gültig ist und die Nachweise vorliegen; die Meldung in der Zusammenfassenden Meldung folgt daraus. Prüfen Sie die Einordnung in der Vorschau. Fehlt die Nummer, bleibt es eine Lieferung an einen Privatkunden.

Muss ich den Amazon-Zahlungsstapel überhaupt hochladen, wenn die Zahlungen nicht gebucht werden?

Ja. Er liefert die Vereinnahmungstage für den Zahlungsabgleich, die Gebühren mit Vorsteuer, die Erstattungen von Amazon und die Reserve-Information. Ohne ihn fehlen Ihnen Aufwand und Vorsteuer eines ganzen Monats.

Kann ich Amazon-Berichte auch ohne AccountOne importieren?

Ja. Die Software liest Amazon-Abrechnungsberichte direkt als Marktplatz-Berichte ein und bucht sie verdichtet je Tag gegen das Verrechnungskonto. Wer AccountOne für mehrere Kanäle nutzt, bleibt beim AccountOne-Import; wer nur Amazon hat, kann den direkten Weg prüfen.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

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