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Shopify und Shop

Shopify und eigener Shop: AccountOne-Stapel ohne Marktplatz buchen

Verkäufe über den eigenen Shop unterscheiden sich von Marktplatzverkäufen in einem Punkt grundlegend: Kein Marktplatz zieht das Geld ein, sondern ein Zahlungsdienst – PayPal, Stripe, Klarna, Shopify Payments oder die Vorkasse auf das eigene Konto. AccountOne exportiert auch diese Verkäufe als Erlös- und Zahlungsstapel, mit dem Zahlungsdienst als Gegenkonto der Zahlungszeile. Diese Seite erklärt, wie der Import Shop-Stapel liest, wie Sie je Zahlungsdienst ein Verrechnungskonto führen und was bei Rechnungen, B2B-Kunden und Gebühren der Zahlungsdienste anders ist.

Stand: 2026-10-06

Der Zahlungsdienst tritt an die Stelle des Marktplatzes

Bei Amazon oder eBay ist der Marktplatz zugleich Zahlungsabwickler: Er zieht ein, behält Gebühren ein, zahlt aus. Im eigenen Shop übernimmt das ein Zahlungsdienst – oder mehrere nebeneinander. AccountOne bildet das ab, indem die Zahlungszeile einer Shop-Bestellung gegen das Konto des jeweiligen Zahlungsdienstes läuft; ältere eBay-Zeiträume kennen dieses Muster mit dem PayPal-Sammeldebitor.

In der Übersetzungstabelle bekommt der Shop-Sammeldebitor ein Verrechnungskonto; die Zahlungskonten der Zahlungsdienste, die in den Dateien vorkommen, ordnen Sie je Konto zu. Die Bestellung wird gegen das Verrechnungskonto gebucht, die Gebühr des Zahlungsdienstes mindert es, die Auszahlung auf Ihr Bankkonto gleicht es aus. Welche Zahlungskonten AccountOne für Ihren Shop exportiert, zeigt das Inventar der ersten Datei.

Zuordnung für Shop-Stapel

Rollen der Quellkonten in Shop-Dateien von AccountOne
RolleBeispielZiel in der Buchhaltung
Sammeldebitor ShopDebitorenkonto der Shop-KäuferVerrechnungskonto des Shops
ZahlungsdienstPayPal, Stripe, Klarna, Shopify PaymentsZahlungskonto laut Export, je Quellkonto ein Ziel
Erlöskonten19 %, 7 %, OSS, steuerfrei innergemeinschaftlichAutomatikkonten des Kontenrahmens
Gebühren des ZahlungsdienstesTransaktionsgebühr je Zahlung oder je AuszahlungAufwandskonto mit belegtem Steuerschlüssel
Erstattung an KäuferRückzahlung über den ZahlungsdienstErlösminderung am Erstattungstag
Auszahlung des ZahlungsdienstesSammelüberweisung auf das Bankkonto„nicht buchen“ in der Datei; Bankumsatz an Verrechnungskonto

Gebühren der Zahlungsdienste

Zahlungsdienste berechnen je Transaktion eine Gebühr und behalten sie von der Auszahlung ein. AccountOne exportiert diese Gebühren als eigene Zeilen gegen das Konto des Zahlungsdienstes. Ob darauf Vorsteuer abziehbar ist, entscheidet die Rechnung des Dienstes: Viele Zahlungsdienstleistungen sind nach § 4 Nr. 8 UStG steuerfrei, andere Leistungen desselben Anbieters nicht. Der Schlüssel in der Übersetzungstabelle folgt der Rechnung, nicht einer Vermutung.

Ohne Schlüssel bucht der Import die Gebühr brutto als Aufwand. Für die laufende Buchhaltung ist wichtig, dass die Gebühr am Tag des Einbehalts gebucht wird und das Verrechnungskonto mindert – sonst stimmt die Auszahlung nicht mit dem Saldo überein.

Rechnungen, B2B und Ausland im eigenen Shop

  • Im eigenen Shop stellt der Händler die Rechnung selbst aus – über das Shopsystem oder ein Rechnungsmodul. Die Rechnung ist der Beleg zur Erlöszeile; der Import bucht aus der Zeile, die Rechnung gehört in die Belegablage des Monats.
  • Verkäufe an Unternehmer in anderen EU-Staaten können innergemeinschaftliche Lieferungen nach § 6a UStG sein: steuerfrei, wenn die Ware in den anderen Mitgliedstaat gelangt, die USt-IdNr. des Käufers gültig ist und die Nachweise vorliegen, mit Meldung in der Zusammenfassenden Meldung nach § 18a UStG. Der Import liest die USt-IdNr. aus der Zeile als Merkmal der Einordnung; die Voraussetzungen prüfen Sie.
  • Verkäufe an Privatkunden in anderen EU-Staaten über dem Schwellenwert von 10.000 € sind nach § 3c UStG im Bestimmungsland steuerpflichtig – über OSS, wenn aktiviert; AccountOne kennzeichnet sie mit Schlüssel 240.
  • Verkäufe in Drittländer sind als Ausfuhrlieferung nach § 6 UStG steuerfrei, wenn der Ausfuhrnachweis vorliegt; der Import bucht sie auf das steuerfreie Erlöskonto, das die Übersetzung vorgibt.
  • Gutscheinverkäufe, Teilzahlungen und Ratenkauf über Klarna erzeugen Zahlungszeilen, die nicht eins zu eins zur Bestellung passen; die Vorschau zeigt abweichende Zahlungssummen je Bestellung.

Shopify-Besonderheiten

Shopify Payments zahlt in einem einstellbaren Rhythmus aus und zieht seine Gebühren je Auszahlung ab. Wer zusätzlich PayPal oder Klarna anbietet, sieht im Inventar je Dienst ein Zahlungskonto, sofern AccountOne sie getrennt exportiert; die Auszahlungen der Dienste ordnen Sie im Bankkonto dem Verrechnungskonto zu. Für Shopify-Shops ohne AccountOne liest die Software auch den Shopify-Export direkt als Marktplatz-Bericht.

Mehrere Shops in einer Gesellschaft: Prüfen Sie in der Vorschau, dass die Bestellnummern der Shops eindeutig sind, denn der Import paart je Kanal und Bestellnummer. Die Erlöskonten bleiben dieselben – eine Trennung je Shop in der GuV ist über den Import nicht möglich, wohl aber die Nachverfolgung je Datei in der Importhistorie.

Häufige Fragen

Welches Verrechnungskonto nehme ich, wenn ein Kunde per Vorkasse auf mein Bankkonto zahlt?

Dasselbe wie für alle Shop-Bestellungen: das Verrechnungskonto des Shops. Die Vorkasse-Gutschrift auf dem Bankkonto ordnen Sie diesem Verrechnungskonto zu, so wie die Auszahlung eines Zahlungsdienstes. Ob AccountOne Vorkasse-Zahlungen mit einem eigenen Zahlungskonto exportiert, zeigt das Inventar der ersten Datei.

PayPal rechnet ohne Umsatzsteuer ab – welcher Schlüssel?

Zahlungsabwicklung ist in der Regel nach § 4 Nr. 8 UStG steuerfrei; die Gebühr bleibt dann ohne Schlüssel und wird brutto als Aufwand gebucht. Maßgeblich ist die Abrechnung des Dienstes; weist sie Steuer aus, setzen Sie den Vorsteuerschlüssel.

Wie geht der Import mit Teilzahlungen oder Ratenkauf um?

Er paart alle Zahlungszeilen einer Bestellnummer mit der Bestellung und vergleicht die Summe. Weicht sie ab, zeigt die Vorschau die Bestellung mit dem Differenzbetrag. Gebucht wird die Bestellung mit ihrem Erlös; die Zahlungen liefern nur das Datum.

Werden Shop-Rechnungen aus AccountOne mit importiert?

Nein, der Import liest Buchungszeilen, keine Rechnungsdokumente. Die Rechnungen laden Sie als Belege hoch oder legen sie im Shopsystem ab; für die Buchung genügt die Erlöszeile.

Was ist mit Verkäufen in die Schweiz oder nach Großbritannien?

Das sind Ausfuhrlieferungen nach § 6 UStG, steuerfrei mit Ausfuhrnachweis. AccountOne bucht sie auf ein steuerfreies Erlöskonto; die Übersetzung führt es auf das entsprechende Konto Ihres Kontenrahmens. Zoll und Einfuhrumsatzsteuer im Zielland sind nicht Teil des Imports.

Kann ich Shopify ohne AccountOne anbinden?

Ja, der Shopify-Export wird direkt als Marktplatz-Bericht gelesen und verdichtet je Tag gebucht. AccountOne lohnt sich, wenn Sie neben dem Shop auch Marktplätze betreiben und alles in einem Export bündeln.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

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