Jahresabschluss.io
ENAnmeldenRegistrieren →

eBay-Gebühren

eBay Gebühren buchen: SKR03 und SKR04 bei Zahlungsabwicklung und Monatsrechnung

eBay-Gebühren buchen Sie mit Vorsteuer als Aufwand gegen ein Verrechnungskonto: die Verkaufsprovision in SKR03 auf 4760, in SKR04 auf 6770. Für die Verkaufsprovision der eBay GmbH fällt deutsche Umsatzsteuer an; § 13b UStG greift dabei nicht. Andere Entgelte beurteilen Sie nach Leistung, Aussteller und Rechnung. Die Provision ist schon abgezogen, wenn das Geld auf dem Bankkonto ankommt: Wer nur die Auszahlung bucht, weist zu wenig Umsatz und zu wenig Aufwand aus.

In der Software: Jahresabschluss.io führt die doppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04: Belege, Bankumsätze und Rechnungen werden laufend verbucht; die KI kontiert und bucht eindeutige Vorgänge innerhalb Ihrer Freigaben selbst.

Stand: 2026-11-06

Provision, Shop-Abo, Anzeigen: die Konten für eBay

Gebührenarten nach der Gebührenseite für gewerbliche Verkäufer, ohne Beträge. Die dort genannten Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer. Die Kontenwahl ist Ihre Entscheidung; wichtig ist, sie durchzuhalten.

Gebührenarten und Konten, Stand 6. November 2026
GebührSKR03SKR04Wann sie anfällt
Verkaufsprovision mit Fixbetrag je Bestellung4760 Verkaufsprovisionen6770 Verkaufsprovisionenje Verkauf, vor der Auszahlung abgezogen
Internationale Gebühr4760 Verkaufsprovisionen6770 Verkaufsprovisionenje nach Lieferadresse und Versandart
Angebotsgebühren und Zusatzoptionen4760 Verkaufsprovisionen6770 Verkaufsprovisionenunabhängig vom Verkauf
Shop-Abo4900 Sonstige betriebliche Aufwendungen6300 Sonstige betriebliche Aufwendungenmonatlich, im Voraus berechnet
Anzeigen4600 Werbekosten6600 Werbekostenje nach Kampagnenart
Versandetiketten4730 Ausgangsfrachten6740 Ausgangsfrachtenje gekauftem Etikett
Gebühr für die Währungsumrechnung4970 Nebenkosten des Geldverkehrs6855 Nebenkosten des Geldverkehrsbei Umrechnung in eine andere Währung; erhoben von der eBay S.à r.l., Steuer laut Rechnung prüfen

Deutsche Umsatzsteuer statt § 13b: was eBay selbst schreibt

Die AGB in der Fassung ab 15. September 2026 nennen als Vertragspartner für Nutzer mit Sitz oder Wohnsitz in der EU die eBay GmbH in Kleinmachnow. Die Hilfe ergänzt: „Unsere Gebühren für alle in Deutschland ansässigen Nutzer enthalten deutsche Umsatzsteuer“. Gewerblichen Verkäufern aus Deutschland, die bis dahin Nettorechnungen erhielten, wird sie seit dem 1. Mai 2018 berechnet.

Steuerlich ist das der einfache Fall: Ein im Inland ansässiger Unternehmer rechnet mit Steuerausweis ab, und Sie ziehen die Steuer als Vorsteuer ab (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG). § 13b Abs. 1 UStG setzt dagegen einen Unternehmer aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet voraus und passt hier nicht. Gewerbliche Verkäufer mit Sitz in Deutschland und gültiger deutscher USt-IdNr. bekommen neben PDF und CSV eine E-Rechnung im XRechnung-Format, und eBay stellt klar: „Die E-Rechnung ist das maßgebliche Rechnungsdokument für steuerliche und gesetzliche Zwecke.“ Diese Datei gehört also zur Buchung, nicht nur das PDF.

Die eBay S.à r.l. in Luxemburg wickelt Zahlungen ab und erhebt laut Gebührenseite die Währungsumrechnungsgebühr. Stand des Abrufs: 6. November 2026. Prüfen Sie Aussteller, Leistungsart und Steuerangaben je Rechnung.

Wie das Geld bei der Zahlungsabwicklung fließt

Oft ist noch von verwalteten Zahlungen die Rede, bei eBay heißt es Zahlungsabwicklung. Für die Buchhaltung zählt: Zwischen Kundschaft und Ihrer Bank steht ein Guthaben, von dem Abzüge abgehen.

  • Der Erlös geht zuerst auf Ihr Zahlungskonto bei eBay und von dort auf Ihr Bankkonto.
  • „Verkaufsgebühren und sonstige Kosten werden automatisch von Ihrem Verkaufserlös abgezogen“, bevor Sie den Betrag sehen.
  • Gewerbliche Verkäufer bekommen ihr Geld automatisch ausgezahlt, standardmäßig täglich, wählbar sind wöchentlich, 14-täglich und monatlich.
  • Auch andere Forderungen können laut § 11 der AGB mit verfügbaren oder künftigen Auszahlungen verrechnet werden, etwa das Shop-Abo.
  • Die Rechnung kommt erst monatlich. Bei täglicher Auszahlung haben Sie also rund dreißig Geldeingänge, aber nur einen Steuerbeleg für die Gebühren.

Beispiel: ein eBay-Monat mit Provision, Shop-Abo und Versandetiketten

Beispiel mit frei gewählten Beträgen: gewerblicher Verkäufer mit Sitz in Deutschland, Regelbesteuerung, nur Inland, 19 %. Das Verrechnungskonto 1395 bzw. 1478 steht danach auf null: 2.380,00 € im Soll, im Haben 285,60 € + 35,70 € + 59,50 € + 1.999,20 €. Die Tabelle trennt Entgelt und Steuer wie das Journal; bei einem Automatikkonto wie 8400 / 4400 tragen Sie den Bruttobetrag in einer Zeile ein.

Buchungssätze, Konten jeweils SKR03 / SKR04
VorgangSollHabenBetrag
Verkäufe, Entgelt1395 / 14788400 / 44002.000,00 €
Verkäufe, Umsatzsteuer1395 / 14781776 / 3806380,00 €
Verkaufsprovision, netto4760 / 67701395 / 1478240,00 €
Verkaufsprovision, Vorsteuer1576 / 14061395 / 147845,60 €
Shop-Abo, netto4900 / 63001395 / 147830,00 €
Shop-Abo, Vorsteuer1576 / 14061395 / 14785,70 €
Versandetiketten, netto4730 / 67401395 / 147850,00 €
Versandetiketten, Vorsteuer1576 / 14061395 / 14789,50 €
Auszahlungen im Monat1200 / 18001395 / 14781.999,20 €
Summe aller Buchungen4.760,00 €

Gewerblich oder privat, brutto oder netto: häufige Verwechslungen

  • Gewerblich gegen privat: Eine Verkaufsprovision zahlen laut § 11 der AGB alle gewerblichen Verkäufer sowie private Verkäufer mit Wohnsitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums.
  • Bruttopreise: Artikelpreise sind laut AGB Endpreise einschließlich Mehrwertsteuer, und je Bestellung wird kein Steuersatz ausgewiesen. Entgelt und Steuer trennen Sie selbst, bei gemischtem Sortiment je Satz.
  • Berechnungsgrundlage: Die Provision richtet sich nach dem Gesamtbetrag des Verkaufs, nicht nach Ihrem Nettopreis. Wer sie aus dem Netto nachrechnet, findet eine Differenz, die kein Fehler ist.
  • USt-IdNr.: Gewerbliche Händler müssen sie hinterlegen, Kleinunternehmer ebenfalls. Eine gültige deutsche USt-IdNr. kann die Haftung des Marktplatzes nach § 25e Abs. 2 Satz 1 UStG ausschließen. Das gilt nach Satz 2 nicht, wenn er Ihre steuerlichen Pflichtverletzungen kannte oder hätte kennen müssen. An Ihrer Gebührenbuchung ändert die Nummer nichts.
  • Kleinunternehmer: Die Umsatzsteuer auf Gebühren ist nicht abziehbar (§ 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG), Sie buchen den Bruttobetrag als Aufwand.
  • Rechnungskorrektur: Werden Gebühren, Kosten oder Steuern erstattet, stellt eBay eine Korrektur aus. Aufwand und Vorsteuer sinken (§ 17 Abs. 1 Satz 2 UStG).

Der Transaktionsbericht: 90 Tage Reichweite, viele Zeilenarten

Bei zwanzig Bestellungen im Monat genügen Rechnung und ein Blick ins Konto. Bei tausenden entscheidet der Umgang mit dieser einen Datei.

  • Reichweite: „Sie sollten Ihren Transaktionsbericht jedes Quartal herunterladen, da die Angaben darin nur jeweils 90 Tage zurückreichen.“ Wer das Jahr erst im Folgejahr aufarbeitet, kommt über diesen Bericht nicht mehr an alle Zeilen. Sicherer ist es, ihn jeden Monat herunterzuladen und aufzubewahren.
  • Mischung: Bestellungen, Erstattungen, Gebühren und Auszahlungen stehen in derselben Datei. Eine Spaltensumme ohne Filter nach Typ ist wertlos.
  • Steuersatz: Fehlt er in der Datei, rechnet jede Auswertung mit einer Annahme. Bei Ware mit 7 % und 19 % verschiebt ein einheitlicher Satz die Umsatzsteuer in jeder Zeile ein wenig und in der Summe spürbar.
  • Liefertag: eBay nennt keinen Versandtag. Der Tag der Transaktion ersetzt ihn, was am Monatsende und am Jahreswechsel zu prüfen ist.
  • Von eBay erhobene Steuer: Sie gehört Ihnen nicht und gehört nicht in Ihren Umsatz.
  • Fremdwährung: Zeilen ohne belegten Euro-Betrag dürfen nicht als Euro in die Bücher.

Ihr Teil beim Monatsabschluss, der Teil der Kanzlei

Die Angaben hier sind Information und keine Steuerberatung.

  • Rechnung und E-Rechnung abholen und mit dem Abrechnungsbericht vergleichen.
  • Prüfen, ob die Summe der Abzüge laut Bericht zur Rechnung passt. Zeitangaben können wegen Zeitzonen abweichen.
  • Das Verrechnungskonto auf null oder auf einen erklärbaren Rest bringen. Ein belegtes Guthaben am Jahresende ist eine Forderung (§ 266 Abs. 2 B.II.4 HGB); ein Habensaldo kann eine Verbindlichkeit gegenüber eBay sein.
  • Ihre Kanzlei ist der bessere Weg, wenn Sie Ware aus dem Ausland versenden, die Lieferschwelle von 10.000 € in Sicht ist oder Sie die Grenze zwischen privat und gewerblich nicht sicher ziehen können.

Vom eBay-Bericht bis zu Steuer und Abschluss

eBay läuft in der Software als Datei-Import: Sie laden den Transaktionsbericht hoch. Fehlt der Steuersatz, verwendet der Import für deutsche Umsatzsteuer den von Ihnen gewählten Satz. Bei OSS-Fernverkäufen nimmt er stattdessen den Normalsatz des Bestimmungslands an. Die Vorschau weist auf diese Annahmen hin; ermäßigt besteuerte Artikel müssen Sie vor dem Buchen gesondert klären. Verkäufe und Erstattungen werden je Tag, Einordnung, Land und Satz verdichtet; Gebühr- und Auszahlungszeilen bucht der Import nicht, er nennt sie als nicht gebucht. Die Gebühren kommen über die Monatsrechnung ins Journal, und bei vorliegender Rechnung gilt deren Steuerausweis. Die Auszahlung gleicht das Konto aus. Derselbe Bericht zweimal hochgeladen bucht nichts doppelt. Die Datei speichert die Software mit dem Import (§ 147 Abs. 1 AO); das zählt, weil der Bericht bei eBay nur 90 Tage zurückreicht.

Von dort geht es ohne Exportdatei weiter zu Voranmeldung, Saldenliste, Jahresabschluss und E-Bilanz. Ihre Kanzlei arbeitet mit oder erhält eine Kanzlei Software-Datei, und ein Weg über ein Vorsystem bleibt ebenso zulässig. Berechnet wird je Gesellschaft und Monat nach Größenklasse, also unabhängig von der Zahl der Bestellungen; Einzelheiten stehen unter Preise.

Häufige Fragen

Auf welches Konto buche ich eBay-Gebühren in SKR03 und SKR04?

Die Verkaufsprovision auf 4760 in SKR03 oder 6770 in SKR04, die deutsche Umsatzsteuer der Rechnung auf 1576 bzw. 1406 als Vorsteuer (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG). Gegenkonto ist das Verrechnungskonto, nicht die Bank, weil die Provision vor der Auszahlung abgezogen wird.

Wie buche ich die eBay-Shop-Gebühren in SKR03?

Das Shop-Abo ist laufender Aufwand: netto auf 4900 Sonstige betriebliche Aufwendungen und die Steuer auf 1576, gegen das Verrechnungskonto 1395 oder gegen die Bank, je nachdem, wie es bezahlt wurde. Für SKR04 sind das 6300 und 1406. Beleg ist die Monatsrechnung nach § 11 der eBay-AGB.

Muss ich auf eBay-Gebühren § 13b UStG anwenden?

Für die Verkaufsprovision der eBay GmbH mit deutscher Umsatzsteuer gilt § 13b UStG nicht. Bei anderen Ausstellern prüfen Sie Leistungsart, Rechnung und gegebenenfalls Steuerbefreiung oder § 13b UStG.

Warum ist meine eBay-Auszahlung niedriger als mein Umsatz?

Weil Verkaufsprovision und andere Kosten vorher abgezogen werden. Der Umsatz ist der volle Kaufpreis, die Auszahlung nur der Rest. Buchen Sie Umsatz und Gebühr getrennt: § 146 Abs. 1 Satz 1 AO verlangt vollständige und richtige Buchungen, und eine Verrechnung mit dem Aufwand zeigt beides zu niedrig.

Kann ich die eBay-Buchhaltung automatisieren?

Weitgehend. Der Transaktionsbericht liefert Verkäufe und Erstattungen für den Datei-Import, die Monatsrechnung liefert Gebühren und Vorsteuer. Sie bleiben aber zuständig für den Steuersatz bei gemischtem Sortiment und für die Freigabe. Wegen der 90-Tage-Reichweite des Berichts sollten Sie ihn regelmäßig abrufen.

Buche ich in lexoffice oder sevdesk anders?

Das Muster bleibt unabhängig von der Software gleich: Verkauf an das Verrechnungskonto, Gebühr mit Vorsteuer gegen das Verrechnungskonto, Auszahlung gleicht aus. Abweichen können Kontennummern und Importwege. Die Vorsteuer folgt aus § 15 UStG und der Rechnung, nicht aus dem Programm.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.