Bestandteile des Eigenkapitals nach § 266 HGB
Das Eigenkapital gliedert sich in fünf Hauptposten.
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag
Bilanzgewinn / Bilanzverlust
Eigenkapitalquote und Bedeutung
Das Eigenkapital ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens.
Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme x 100) zeigt, welcher Anteil des Vermogens durch eigene Mittel finanziert ist. Eine höhere Eigenkapitalquote bedeutet geringere Abhängigkeit von Fremdkapitalgebern und bessere Kreditwürdigkeit.
In Deutschland liegt die durchschnittliche Eigenkapitalquote bei etwa 30 %. Banken achten bei der Kreditvergabe stark auf diese Kennzahl. Eine Quote unter 10 % gilt als kritisch, über 40 % als solide.
Bei negativem Eigenkapital besteht für Kapitalgesellschaften eine besondere Prüfungspflicht: Die Geschäftsführung muss prüfen, ob eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne vorliegt (Paragraph 19 InsO).
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