Jahresabschluss Dienstleistung
Jahresabschluss für Dienstleistungsunternehmen: Personalaufwand, unfertige Leistungen und periodengerechte Abgrenzung.
Jahresabschluss | Jahresabschluss mit KI | GmbH | Bilanz | Anhang
Fachlicher Inhalt dieser Seite
Was macht den Jahresabschluss von Dienstleistungsunternehmen besonders?
Dienstleistungsunternehmen haben typischerweise wenig Anlagevermögen und kaum Warenbestand. Stattdessen dominieren Personalkosten die GuV, und unfertige Leistungen (begonnene, aber noch nicht abgerechnete Aufträge) sind der wichtigste Bilanzposten im Umlaufvermögen.
Unfertige Dienstleistungen werden als Vorräte (unfertige Leistungen) auf der Aktivseite zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Personalkosten und anteilige Gemeinkosten. Erhaltene Anzahlungen werden davon offen abgesetzt.
Wie erfolgt die periodengerechte Abgrenzung bei Dienstleistungen?
Leistungen, die vor dem Stichtag erbracht, aber noch nicht abgerechnet wurden, müssen als unfertige Leistungen oder Forderungen erfasst werden. Umgekehrt müssen vorab erhaltene Zahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen als passive Rechnungsabgrenzung oder Verbindlichkeit passiviert werden.
Personalkosten machen bei Dienstleistungsunternehmen oft 50-70 % der Gesamtkosten aus. Sie umfassen Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, betriebliche Altersvorsorge und ggf. variable Vergütung. Rückstellungen für Urlaub, Überstunden und Boni sind zum Stichtag zu bilden.
Müssen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub gebildet werden?
Ja, für am Stichtag noch nicht genommene Urlaubstage muss eine Urlaubsrückstellung gebildet werden. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Tagesgehälter inkl. Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen multipliziert mit den offenen Urlaubstagen.