Stammkapital und Einzahlung bei der GmbH
Das Stammkapital der GmbH beträgt mindestens 25.000 € (§ 5 Abs. 1 GmbHG). Zur Anmeldung ins Handelsregister muss auf jeden Geschäftsanteil mindestens ein Viertel eingezahlt sein, insgesamt mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals, also 12.500 € (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Die Eröffnungsbilanz zeigt deshalb oft ein voll ausgewiesenes gezeichnetes Kapital, dem nur teilweise Geld gegenübersteht.
§ 272 Abs. 1 HGB regelt den Ausweis: Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen werden vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt, der Rest steht als „Eingefordertes Kapital“ auf der Passivseite. Eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Beträge stehen unter den Forderungen gesondert.
Beispiel: Bargründung mit 25.000 € Stammkapital
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Aktiva: Guthaben bei Kreditinstituten | 12.500 € |
| Passiva: Gezeichnetes Kapital | 25.000 € |
| Passiva: abzüglich nicht eingeforderte ausstehende Einlagen | −12.500 € |
| Passiva: Eingefordertes Kapital | 12.500 € |
Was elektronisch ans Finanzamt geht
- Eigener E-Bilanz-Datensatz mit Stichtag am Eröffnungstag, getrennt von der E-Bilanz zum Jahresende.
- Keine Gewinn- und Verlustrechnung.
- Kontennachweis bei Wirtschaftsjahren mit Beginn nach dem 31.12.2024: Bankkonto, gezeichnetes Kapital, ausstehende Einlagen mit Kontonummer und Saldo.
- Stammdaten der GmbH und ihrer Gesellschafter wie in der jährlichen E-Bilanz.
So übermitteln Sie die Eröffnungsbilanz mit Jahresabschluss.io
Vier Schritte, ohne Saldenliste und ohne Jahreszahlen.
1. Gesellschaft anlegen
Firmendaten übernehmen Sie aus dem Handelsregister; das erste Wirtschaftsjahr beginnt am Eröffnungstag. Die Registrierung ist kostenlos und ohne Zahlungsdaten.
2. Konten zum Eröffnungstag erfassen
Je Konto Nummer, Bezeichnung, Bilanzposten und Betrag — bei einer Gründung meist das Bankkonto und das gezeichnete Kapital. Die Posten der Eröffnungsbilanz sind die Summe der Konten, der Kontennachweis entsteht dabei mit.
3. Amtlich prüfen
Die Datei wird mit ERiC, der Prüfsoftware der Finanzverwaltung, geprüft, bevor Sie etwas bezahlen. Fehler stehen mit Feldname da und lassen sich unter „Erfassen“ beheben.
4. Freischalten und übermitteln
Einzeln 20 €; ist die E-Bilanz des Wirtschaftsjahres schon freigeschaltet, ist die Eröffnungsbilanz darin enthalten. Übermittelt wird mit dem ELSTER-Zertifikat Ihrer Gesellschaft, mit Transferticket als Nachweis.
Was kostet die Eröffnungsbilanz?
| Fall | Preis |
|---|---|
| Erfassen und amtliche ERiC-Prüfung | kostenlos |
| Eröffnungsbilanz einzeln, z. B. direkt nach der Gründung | 20 € |
| E-Bilanz desselben Wirtschaftsjahres ist freigeschaltet | enthalten |
| Aktives Gesamtpaket der Buchhaltung | mit der E-Bilanz desselben Wirtschaftsjahres enthalten (eine je Gesellschaft und zwölf Monate) |
| E-Bilanz zum Jahresende | 20 € je Wirtschaftsjahr |
Was die Software nicht übernimmt
- Ansatz und Bewertung der Eröffnungswerte entscheiden Sie bzw. Ihre Steuerberatung; die Software prüft Form, Summen und die amtlichen Regeln, nicht die steuerliche Würdigung.
- Liquidations-, Aufgabe- und Umwandlungsbilanzen als eigenen E-Bilanz-Anlass erzeugt sie noch nicht. Die handelsrechtliche Eröffnungsbilanz zu Beginn der Liquidation mit erläuterndem Bericht entsteht in einem eigenen Ablauf, als E-Bilanz-Datensatz wird sie nicht übermittelt.
- Keine Steuerberatung: Jahresabschluss.io ist eine Software für Unternehmen, die ihre Pflichten selbst erledigen.